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Tour de France 1913


 

>>> einige Daten zur Tour 1913

 

>>> Fotos der Etappen 1 - 7

 

 



Etappen 8 - 15



8. Etappe Perpignan - Aix-en-Provence 325km

1. Gustave GARRIGOU 10h 42' 16"

2. Louis PETITJEAN + 00' 18"

3. François FABER + 00' 45"






Von den Pyrennäen ging es über 325 km
in Richtung Alpen.






Dabei musste ein Teil der Crau,
eine Steinsteppe
(heute UNESCO-Weltnaturerbe)
nördlich von Marseille durchquert werden.



Es war heiß und sehr staubig, für die Fahrer eine Qual.






Die meisten Favoriten waren in einer neunköpfigen Gruppe mit einigem Abstand auf den Sieger ins Ziel gekommen. Darunter auch Thys, hier in Nimes.



Petit-Breton
erhielt in Aix Besuch
von seiner Mutter
und seinem jüngsten Bruder aus Argentinien sowie von
seiner Frau aus Paris.





Gustave Garrigou siegte



vor dem
Einzelfahrer
Louis Petitjean.










9. Etappe Aix-en-Provence - Nice 356km

1. Firmin LAMBOT 13h 34' 26"

2. Joseph VAN DAELE + 10' 22"

3. Philippe THYS + 15' 09"

 

Berge:

Braus (1002 m)

Castillon (706 m)





Nochmals mussten die Strapazen der Fahrt durch die Crau ertragen werden. Hinzu kamen beachtliche Steigungen. Dass es eine schwierige Etappe war zeigt sich an der weit auseinandegezogenen Zieleinfahrt der Fahrer mit großen Abständen.

Die Führenden fahren bei Saint-Maxime
an der Küste entlang.

Christophe und Alavoine am Mont Vinaigre.
Im Medaillon ist Petitjean zu sehen.







In der Abfahrt des Esterel hat Buysses Rad einen Schaden. Er steht kurz vor der Aufgabe. Doch wie zuvor schon Christophe, schuldert er sein Rad und geht zu Fuß weiter. 16 km läuft er nach Mandelieu.



Hier übernimmt Teamgefährte Christophe und repariert
das Fahrrad in einer Schmiede,
was Bysse eine Strafe von 15 Minuten einbringt, aber er kann weiterfahren. Beide verlieren viel Zeit.






Firmin Lambot setzt sich an die Spitze,
hier am Pradet.






Lambot siegt



Vandaele wird zweiter









10. Etappe Nice - Grenoble 333km

1. François FABER 13h 08' 37"

2. Gustave GARRIGOU + 00' 00"

3. Philippe THYS + 12' 58"

 

Berge:

Allos (2250 m)

Bayard (1246 m)






Es ging wieder in die Berge, die Alpen nahten. Der Allos, einer der schwersten Berge der Tour stand als erster auf dem Programm. Hier sind Faber, Garrigou und Thys im Anstieg zu sehen.






Einzelfahrer D'Hulst und Deloffre im Anstieg



Faber in der Abfahrt
des Col d'Allos.



Samyn zu Fuß mit gebrochenem Rad.





Petit-Breton
überquert als
erster den Allos



muss sich aber am Ende geschlagen geben.










11. Etappe Grenoble - Genève 325km

1. Marcel BUYSSE 12h 01' 42"

2. Lucien PETIT-BRETON + 02' 50"

3. Philippe THYS + 02' 50"

 

Berge:

Lautaret (2058 m)

Galibier (2556 m)

Télégraphe (1670 m)

Aravis (1498 m)






Der Galibier galt als der härteste Berg dieser Tour. 6 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 11 % mussten auf einem Schotterweg zurückgelegt werden.

Oben: Alvoine und Lambot befinden sich in der Steigung des Galibier.

Lambot geht aus dem Sattel.

Am Ende des Tages schöpften die Franzosen wieder große Hoffnung, dass ihr Liebling Petit-Breton bis Paris die belgische Übermacht geschlagen haben könnte. Im Gesamtklassement hatte er den am Tag zuvor erreichten 3. Rang erfolgreich verteidigt.






Einzelfahrer Deman im Anstieg des Col de Valjelaye.



Thys und Spiessens im Anstieg des Galibier.






Eugène Christophe überholt am Galibier Emile Engel.






Faber und Garrigou



Petit-Breton



Buysse









12. Etappe Genève - Belfort 335km

1. Marcel BUYSSE 12h 31' 02"

2. Lucien PETIT-BRETON + 01' 18"

3. Firmin LAMBOT + 01' 22"

 

Berge:

Faucille (1069 m)

Ballon d'Alsace (1249 m)






Im Vergleich zu den bezwungenen Alpen schien der Elsass mit seinen Bergen leicht, aber die 29 Fahrer, die es bis hierher geschafft hatten, waren physisch und psychisch angeschlagen. Da konnte viel Unvorhergesehenes geschehen, zumal Unfälle und Materialschäden zur Tagesordnung gehörten.

Oben: Einzelfahrer Henri Alavoine in der Steigung von Faucille.

Unten: Louis Trousselier (10.) und Clemente Canepari (11.) kommen am Ziel in Belfort an.

Im linken Medaillon ist der siegreiche Buysse zu sehen, rechts Petit-Breton vor Lambot.









13. Etappe Belfort - Longwy 325km

1. François FABER 11h 29' 23"

2. Lucien PETIT-BRETON + 00' 01"

3. Alfons SPIESSENS + 04' 16"

 

Berge:

Grosse-Pierre (1069)






Die letzten Berge waren zu überwinden, nicht ganz einfach bei Dauerregen mit entsprechenden matschigen Straßen und Gegenwind. Aber die meisten Übriggebliebenen standen das durch und kamen, meist einzeln kämpfend, im Ziel an. Faber sah sich schon als Sieger als die beiden 'Teufel' Petit-Breton und Spiessens nach Nancy plötzlich bei ihm auftauchten. Im Ziel konnte Faber den Franzosen um einen Sekunde schlagen, Spiessens hatte kurz zuvor noch eine Reifenpanne. Für Petit-Breton rückte der heiß ersehnte Gesamtsieg immer näher, hatte er doch in dieser Etappe seinen größten Rivalen Theiß um fast eine Viertelstunde distanziert. Allerdings blieben diesem immer noch eine Stunde Vorsprung.

Das zweite Peloton, angeführt von Petit-Breton am Fuße des Col de Grosse-Pierre.



Von links nach rechts: Petit-Breton löst sich von seinen Mitfahrern - er führt vor Bysse und Spiesssens - Petit-Breton und Bysse - der Franzose allein in Baccarat






Philippe Thys stürzte schwer an der
Cote de Grosse-Pierre, konnte aber weiterfahren.









14. Etappe Longwy - Dunkerque 393km

1. Marcel BUYSSE 14h 21' 55"

2. Gustave GARRIGOU + 00' 00"

3. François FABER + 04' 14"






Petit Breton hatte nicht aufgegegben. Er wollte unbedingt gewinnen. Fast wäre es ihm sogar gelungen, den Thys hatte einen schweren Radschaden, der ihn am Ende des Tages fast eine Stunde nach dem Sieger Bysse ins Ziel kommen ließ. Lucien Petit-Breton hatte so zwischenzeitlich die Spitze des Gesamtklassements übernommen.
Es traf ihn aber noch schlimmer als den Belgier, der weiterfahren konnte.

Das Kopfpeloton in Charleville.






Petit-Breton musste das Rennen nach einem Sturz,
bei dem er sich das Knie verletzte, aufgeben.
Halbohnmächtig war er liegen geblieben.



Weinend konnte er sein Pech nicht fassen, er wird mit dem Auto weggebracht.
Im Medaillon links ist Deman zu sehen, rechts bringt Engel einen ihm folgenden Zuschauer zum Sturz.









15. Etappe Dunkerque - Paris 340km

1. Marcel BUYSSE 12h 01' 37"

2. Emile ENGEL + 01' 17"

3. François FABER + 04' 05"






Philippe Thys unterhält sich mit Autoreisenden.





Einzelfahrer Jules Deloffre aus Frankreich hier an der Kontrolle in Abbeville. Er kommt als 10. ins Ziel in Paris und wird zweitbester der teamlosen Fahrer auf Rang 12. des Gesamtklassements.



Eine grandiose Leistung. Noch 4 km vor dem Parc des Princes hatte er einen Unfall mit einem Motorrad und musste daraufhin mit kaputtem Rad diese Distanz zu Fuß zurück legen.







Der Glückliche.



Philippe Thys hat es geschafft. Ein fünfter Platz am Ende der letzten Etappe reichte für den Sieg.






Lucien Petit-Breton hatte es sich nicht nehmen lassen von seinem Zuhause in Paris aus zur Zielankunft im Parc des Princes zu kommen und eine Ehrenrunde zu absolvieren. Die Franzosen wussten dies zu schätzen.



Der Geschlagene.





Im Parc des Princes erwartet das Publikum die Tourhelden des Jahres 1913 (Foto gallica.bnf.fr)

Mit Gustav Garrigou war zumindest ein Franzose auf dem Podium, er belegte den 2. Platz. Die 8. Etappe hatte er gewonnen und zweimal, am Ende der 10. und 14. Etappe, musste er sich im Zweikampf geschlagen geben. Er gehörte der Mannschaft Renault an, die die ersten drei Plätze des Gesamtklassements belegte und insgesamt 6 Fahrer unter die ersten 10 brachte. Alle 8 gestarteten hatten Paris erreicht.
Das Team Automoto von Lucien Petit-Breton war weniger erfolgreich. Lediglich ein Fahrer, der Belgier Paul Deman, war in Paris angekommen.





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