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Euskaltel - das Tour-Team 2009

von Kette rechts



Die Basken starten ohne Ihren Superstar und Olympia-Sieger Samuel Sanchez in die diesjährige Tour, da sich dieser scheinbar voll und ganz auf die Vuelta fokussiert hat.

Damit fehlt nicht nur das Aushängeschild und der Symphatieträger schlechthin, sondern auch der bestplazierteste Baske der letzten Tour mit Rang sieben in der Gesamtwertung.

Die bisherige Saison im Bereich Spitzenergebnisse lief für die Basken bisher enttäuschend. Bis jetzt (23.06.09) wurden gerade mal zwei Saisonsiege (GP Llodio, Algarve-Rundfahrt 2. Etappe) eingefahren. Auch im World Ranking 2009 (Stand 23.06.09) rangiert der erste EUS-Fahrer „erst“ auf dem 24. Platz (Sanchez), gefolgt von Astarloza (32.), Galdo (75.) und Fernandez (77.).In der Team-Wertung belegen die Basken allerdings einen respektablen 12. Platz; dies liegt mehrheitlich an den guten Ergebnissen von Samuel Sanchez (Baskenland-Rundfahrt, Fléche Wallonne, Asturien-Rundfahrt).Pikanterweise ist Samuel Sanchez auch der einzige Nicht-Baske im Team.Aber auch Egoi Martinez (Klasika Primavera, Tirreno-Adriatico), Koldo Fernandez (Gent-Wevelgem, Tour de Romandie) und Mikel Astarloza (Dauphiné Libére) trugen zur soliden Mannschaftswertung bei.

 



Das Aufgebot zur Tour

• Mikel Astarloza (51)

• Igor Anton (52)

• Koldo Fernández (53)

• Egoi Martínez (54)

• Juan Jose Oroz (55)

• Alan Pérez (56)

• Ruben Pérez (57)

• Amets Txurruka (58)

• Gorka Verdugo (59)

 



Der Kapitän



Igor Astarloza, der Kapitän der Basken...

 

Auch bei Euskaltel-Euskadi dürfte die Kapitäns-Binde nicht eindeutig verteilt sein. Aufgrund seines Abschneidens bei der Tour 2008 und dem Fehlen von Samuel Sanchez dürfte aber Igor Astarloza als Kapitän in die erste Woche gehen. Auch sein starker fünfter Platz in der Gesamtwertung der Dauphiné Libére stärkt seinen Anspruch auf die Kapitäns-Rolle ebenso seine Zeitfahr-Stärke im Vergleich zu seinen Team-Kollegen.

 

Aber auch Igor Anton und Egoi Martinez (8. Platz Bergwertung Tour 2008) könnten bei entsprechendem Verlauf nach den Pyrenäen Ansprüche stellen. Abzusehen bleibt wie Astarloza seine gute Dauphiné-Form für die Tour konservieren kann.

 



Die Co-Kapitäne

Die beiden bereits oben genannten Igor Anton und Egoi Martinez könnten bei entsprechender Konstellation in die Kapitäns-Rolle schlüpfen. Allerdings fehlt Ihnen im Vergleich zu Astarloza die Stärke im Zeitfahren, die eine Platzierung in den vorderen Rängen unabdingbar macht. Beide dürften daher in der Bergwertung besser aufgehoben sein. Gerade auf der siebten Etappe Barcelona-Andorra Arcalis könnten die Mannen in orange ein Feuerwerk zünden.

 



Die Helfer



Gorka Verdugo

Der Träger der Auszeichnung „Kämpferischster Fahrer“ der Tour 2007 Amets Txurruka geht als Helfer ins Rennen. Der bergfeste Baske wird seinem Kapitän wertvolle Dienste im Hochgebirge leisten. Aber auch in aussichtsreichen Ausreißer-Gruppen wie anno 2007 könnten wir Amets wiederfinden.

 

Gorka Verdugo holte sich den letzten Schliff bei der Dauphiné. Der kletterstarke Baske (11. Platz Bergwertung Tour 2007) könnte neben Helferdiensten auch mit einem Auge auf die Bergwertung schielen.

 

Koldo Fernandez ist nicht ganz der typische Basken-Kletterer. Der endschnelle Mann fühlt sich durchaus auch auf klassischem Terrain wie bei Gent-Wevelgem wohl. Deswegen ist er außer seinen Helferdiensten auch bei Ausreißversuchen gefragt. Mit der Sprintelite kann er natürlich nicht mithalten, aber auf welligen Terrain in einer Gruppe könnte er mal mehr als ein Ausrufezeichen setzen.

 





Juan Jose Oroz

Juan Jose Oroz, Alan Pérez und Ruben Pérez werden als reine Helfer die Tour bestreiten. Dies bedeutet Wasser holen, Löcher zufahren, den Leader aus dem Wind halten und gerade bei den Basken den Kapitän so weit wie möglich bis zum nächsten/letzten Gipfel begleiten.

 

 

 



Fazit



Der Kapitän - hier bei der Tour 2006 in Alpe d´Huez

Mikel Astarloza kann bei optimalem Verlauf in der Gesamtwertung in die Top 10 fahren. Dazu darf „seine“ Mannschaft aber beim MZF in Montpellier eine nicht zu heftige Klatsche kassieren. Seine eigenen EZF-Fahigkeiten sind ja durchaus Top20-würdig.In den Pyrenäen sollte ein Etappen-Podium von Anton oder Martinez möglich sein, mit einem nicht unrealistischen Sieg wäre die Tour bereits „in trockenen Tüchern“. Bergwertung Top 15 durch Anton und/oder Martinez durchaus realistisch.

Txurruka und Fernandez könnten in Ausreißer-Gruppen Ergebnisse einfahren. Der Höhepunkt werden ganz klar die Pyrenäen-Etappen, wo die Basken von ihren Fans fanatisch angepeitscht werden.



 

für alle Fotos gilt: © www.cycling4fans.de bzw. des jeweiligen Fotografen (fotografiert von Kette rechts, Mrs. Flax und ogkempf)


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