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AG2R-La Mondiale - das Tour-Team 2009

von Rieper




Das Team wird zur Tour de France mit einem sicherlich hohen Erfolgsdruck kommen. Bislang verlief die Saison eher bescheiden. Höhepunkte dabei waren die 3 Siege des Teams. Einen davon holte Nocentini bei der Tour of California in einem Sprint aus einer 3 Mann starken Fluchtgruppe. Die anderen beiden Erfolge fuhr das Team in der Heimat bei der Route du Sud ein. Riblon gewann auf der Königsetappe gegen seinen Fluchtkompanen Marcyznski den Zweiersprint. Ebenfalls den Sprint aus einer Fluchtgruppe gewann Rousseau auf der ersten Etappe. Bei der Tour wird das Team in neuen Trikots starten.

 



Die Kapitäne

Einer der beiden Kapitäne ist Wladimir Efimkin. Genau wie letztes Jahr bereitete er sich über die Katalonien-Rundfahrt und die Dauphine Libere vor. Letztes Jahr reichte es zu einem guten 10. Platz in der Endabrechnung der Tour de France. In dieser Saison verliefen beide Vorbereitungsrennen ähnlich wie vor Jahresfrist. Erwischt er keinen schlechten Tag, ist erneut eine gute Platzierung in der Gesamtwertung drinnen für ihn. Ob es zu einem großen russischen Zweikampf mit Menchov reichen wird, hängt davon ab wie Efimkin seine Zeitfahrschwäche in Griff bekommen hat.

 

Die Kapitänsrolle muss sich der Russe mit dem Franzosen Cyril Dessel teilen. Nach einer klasse Tour im Jahre 2006, die er auf dem 6. Platz in Paris beendete, folgten 2 Jahre der Ernüchterung. Vor einem Jahr fuhr er sie auf dem 25. Platz zu Ende und 2007 stieg er auf der 15. Etappe in den Pyrenäen aus. Bei Dessel lief dieses Jahr mehr oder weniger gar nichts zusammen. Daher darf man gespannt sein, wie er seiner Kapitänsrolle gerecht werden möchte.

 



Die Helfer...

In den Bergen sollen vor allem die beiden alten Hasen Jose Luis Arrieta und Stephane Goubert die Arbeit für die Kapitäne machen. Gerade bei Arrieta ist zu merken, dass er in die Jahre gekommen ist. Mit seinen mittlerweile 38 Jahren kam er schwer in tritt seit Januar. Allerdings ist in den letzten Wochen zu sehen, dass der Saisonhöhepunkt naht und somit konnte er bei der Dauphine einen respektablen 15. Platz in der Gesamtwertung einfahren. Jedoch ist er nicht der Oldie im Team. Dies ist Goubert, der schon 39 Lenzen auf dem Buckel hat. Auch er fuhr bei der Rundfahrt durch Süd-Ost-Frankreich gut und beendete sie in den Top 20. Genau wie bei der Tour vor knapp 12 Monaten. Zwar wird auch auf Grund seiner Zeitfahrleistung die Helferrolle im Vordergrund stehen, aber es ist wohl eine Platzierung wie im letzten Jahr drinnen.

 

Hubert Dupont wird ein treuer Helfer in den Bergen sein. Gerade im Mittelgebirge wird er seine Stärken ausspielen müssen, um für seine beiden Kapitäne da zu sein. Die hohen Pässe und Gipfel werden wohl noch ein bisschen zu steil sein für den Franzosen.

 



Die Sprinter

Loyd Mondory und der frisch gebackene irische Straßenmeister Nicolas Roche werden in diesem Jahr die Fahnen hoch halten für AG2R, wenns im großen Hauptfeld auf die Zielgeraden der Rundfahrt geht. Wer für wen den Sprint anzieht, ist nicht eindeutig. Fast ohne Helfer werden die beiden versuchen müssen sich in den Entscheidungen durchzusetzen. Roche, der bei der letztjährigen Vuelta seine Klettereigenschaften bewies, ist auf jeden Fall für eine Überraschung in der Gesamtwertung gut.

 



Die Etappenjäger

Rinaldo Nocentini ist ein Eintagesspezialist und Etappenjäger. Er wird sich wohl im Vorfeld Etappen ausgeschaut haben, auf denen was gehen könnte. Sein Vorteil ist, dass er ebenfalls in Fluchtgruppen unterkommen und sich beweisen kann, die im Gebirge unterwegs sind. Vielleicht hat er sich ja die Etappe durch sein Heimtland herausgepickt.

Ein ähnlicher Fall ist Christophe Riblon. Zuletzt in guter Verfassung, gewann er wie oben erwähnt eine Etappe bei der Route du Sud. Er wird vor allem vom Etappenverlauf abhängig machen, wann er die Flucht nach vorne sucht. In der Gesamtwertung werden sie sich eher zurückhalten, um sich die Chance auf einen Ausreißersieg zu erhalten.

 



Fazit / Prognose

Gerade mit Efimkin haben sie einen Mann dabei, der auch dieses Jahr in der Gesamtwertung eine vordere Position einnehmen kann. Mit einem starken Team in den Bergen, sind die Top 10 drin. Hierauf liegt auch das Hauptaugenmerk des Teamchefs, der das Team auf dieses Ziel hin abgestimmt hat. Aber auch Etappenerfolge sollten drinnen sein. Enttäuscht von seiner Nich-Nominierung dürfte John Gadret sein. In den Bergen ein wertvoller Helfer, dem allerdings in letzter Zeit etwas die Form fehlte. Elmiger ist eigentlich einer für die Tour de France, jedoch nach seiner Operation noch nicht so weit. In der Teamwertung könnten sie ebenfalls unter den ersten 5 kommen.

 

Erfolge bei der Heimrundfahrt werden wichtig sein. Sowohl für den Sponsor, als auch wenn es um die Gunst der Fans am Streckenrand und an den Bildschirmen geht.



 

für alle Fotos gilt: © www.cycling4fans.de bzw. des jeweiligen Fotografen (fotografiert von Maniroller)


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