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Helden Anfang Mai 2001



Held zur Zeit: Erik Dekker

 

Erik Dekker für seinen Sieg beim Amstel Gold Race. Für den Mut, seinem sportlichen Leiter zu widersprechen, den Fernlenkstöpsel aus dem Ohr zu ziehen und ein faires Rennen mit Lance Armstrong auszutragen. Für die Unbeschwertheit, seinen Kollegen in der Endphase des Rennens noch zuzuwinken. Für die Fähigkeit, sich wie ein kleiner Junge über seinen Erfolg zu freuen. Für den Spaß, den es uns bereitet hat, ihm zuzugucken.

Zum Portrait von Erik Dekker

 



Team zur Zeit

 

Rabobank: Für die Rabobänker könnte es momentan kaum besser laufen. Boogerd ist einer der besten Fahrer des Frühjahrs, wenngleich es ihm nicht gelungen ist, einen der großen Klassiker zu gewinnen. Das hat ihm aber ja Erik Dekker abgenommen, der dazu noch die Gesamtwert des Weltcups mit schon beachtlichem Vorsprung anführt. Steven de Jongh gewinnt Veenendaal-Veenendaal, Grischa Niermann gewinnt die Niedersachsen-Rundfahrt, Markus Zberg gewinnt 'Rund um den Henninger Turm'. Was will man mehr?

 

Helden ehrenhalber

 

Mathias Kessler:  momentan einer der wenigen Lichtblicke im Team Telekom. Zeigte immer wieder gute Leistungen, ob es der Fleche Wallone war, Lüttich - Bastogne - Lüttich oder Rund um den Henninger Turm).

 

Kurt van de Wouwer (Lotto):  für seine enorme Aufholjagd in der Schlußphase des Henninger Turm Rennens, die ihm dann aber doch "nur" den dritten Platz einbrachte.

 

Christian Wegmann (Saeco): der sich, obwohl offensichtlich gestürzt und aus der Spitzengruppe abgehängt, dennoch möglichst gut ins Ziel quälte. Okay, Radsportler würden sagen, daß sich das auch so gehört... schade nur, daß ein Jan Ullrich, der bequem im Hauptfeld saß, trotzdem mehr Applaus bekam.



Fragen zur Zeit

 

Noch genauer zu erforschende Radsportgepflogenheiten:

Zwei italienische Mannschaften (Liquigas Pata und Fassa Bortolo, wenn uns unser Gedächtnis nicht trügt), die einander auf dem Weg zur bzw. von der Einschreibung des Henninger Turms begegneten und ein eigenartiges Begrüßungsritual vollführten, welches aus diversen Grunzlauten zu bestehen schien.

 

Was uns interessieren würde:

Wie oft wird wohl Laszlo Bodrogi (Mapei) in seinem rot-weiß-grünen Trikot des ungarischen Meisters um folgendes gebeten: "Herr Bartoli, kann ich bitte ein Autogramm haben?" (Und ob er dann auch als "Michele Bartoli" unterschreibt?)

 

Schlechteste Perfomance

 

Seinen Job ausgesprochen schlecht machte der Sprecher im Zielbereich des Henninger Turms. Der Mann kannte exakt drei Fahrer mit Namen: Jan Ullrich, Erik Zabel und Lokalmatador Kai Hundertmarck.

Und daß außer Telekom auch noch andere Mannschaften am Start waren, hätte ihm vorher noch jemand sagen sollen.



der silberne Ludo

 

Der erste silberne Ludo (Preis für die besten Patzer von Radsport-Kommentatoren) geht (natürlich) an den Mann, dem er seinen Namen verdankt:

 

Unser aller Klaus Angermann!

 

Für so einen schönen Satz wie: "Das ist JayJay oder Jörg Jaksche wie er ja auch genannt wird" (bei Lüttich - Bastogne - Lüttich! Also Herr Angermann, wir nennen JayJay niemals Jörg Jaksche, wie kämen wir denn zu sowas....)

und die Fähigkeit Erik Dekkers fröhlichen "Huhu - Guckt mal wo ich schon bin"- Winker an seine Teamkameraden als mißmutige "Führ-doch-auch-mal!" Aufforderung an Lance Armstrong zu interpretieren.

(Beim Amstel Gold Race, als Dekker und Armstrong auf dem Weg ins Ziel ihren Verfolgern auf der anderen Straßenseite entgegenkamen und Dekker ihnen zuwinkte.)


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