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Platz 15 - Rüdiger Selig



Rüdiger Selig
©tusberg

Rüdiger Selig

Deutschland

19.02.1989

Fahrertyp: Sprinter

Wichtigster Erfolg: 4. ProRace Berlin

Team/Verein 2011: Jenatec Cycling

Stagiaire: Leopard-Trek

Team 2012: noch unbekannt

Beste Mock-Platzierung: neu

Web: www.facebook.com/profile.php

 

Mit Marcel Kittel und John Degenkolb waren bereits in den vergangenen Jahren zwei große deutsche Sprintertalente in der Mocklist vertreten. Diese große Ehre wird in diesem Jahr dem im ostdeutschen Zwenkau geborenen Rüdiger Selig zu Teil. Für so einen besitzt er mit einer Körpergröße von 1, 80 Meter und 80 Kilogramm richtige Gardemaße.

 

Im Juniorenbereich fuhr er für das Team SC DhfK Leipzig. Dabei konzentrierten sich er und sein Team auf Rennen vor allem in Ostdeutschland. In den Jahren 2006 und 2007 konnte er so für die Mannschaft insgesamt acht Siege einfahren. Die meisten davon im Sprint auf der Straße. Allerdings gelang ihm auch der Sieg bei der Sachsenmeisterschaft auf der Bahn im 2er-Mannschaftsrennen. Auch bei den Landesjugendspielen konnte er mit einem zweiten Platz im Omniumwettbewerb glänzen. Bei den deutschen Bahn-Meisterschaften erreichte er dann Top 10 Platzierungen.

 

Zu Beginn des Jahres 2008 zog es dann Rüdiger Selig gemeinsam mit seinen beiden Freunden Rick Ampler und Richard Kästner nach Thüringen. Trotz einigen Talenten und Profis, gab es in der Heimat von Selig kein schlagkräftiges Team, welches ihn und seine Radfahrerkollegen halten konnte. Zu Beginn fuhr er überwiegend kleinere Rennen und so gelangen ihm zwei Siege bei Kriterien. Bei der Mazovia Tour (2.2) in Polen gelang ihm im Sprint ein fünfter Platz gegen die polnische Elite und somit ein erster kleiner internationaler Erfolg. In Zukunft sollte das Rennen in Polen noch eine größere Rolle für Selig spielen. Im weiteren Saisonverlauf konnte er diverse Top 10 Ränge erreichen, unter anderem bei der U23 Brandenburg-Rundfahrt gegen Fahrer wie Degenkolb, Kittel oder Kluge. 2009 blieb er zwar ohne Sieg, konnte aber bei der Mazovia Tour und Tour de Berlin einstellige Ergebnisse ersprinten.

 

2010 war eine deutliche Steigerung zu beobachten. Er konnte insgesamt fünf Rennen gewinnen, das Wichtigste davon war ein Etappensieg bei der Tour de Berlin. Auch in diesem Jahr nahm er wieder an der Mazovia Tour teil. Es gelang ihm das Kunststück jede Etappe inklusive Prologzeitfahren unter den ersten zehn zu beenden. So stand zum Ende ein hervorragender dritter Gesamtrang zu Buche. Beim Bundesliga Rennen Cottbus-Görlitz-Cottbus und den Thüringer Landesmeisterschaften konnte er wichtige gute Resultate für seine Mannschaft erzielen.

 

In diesem Jahr gelang Selig der Durchbruch. Er startete mit dem ehrgeizigen Ziel in diesem Jahr einen Profivertrag für 2012 zu unterschreiben. Das erste Rennen in diesem Jahr war für ihn das 6-Tage-Rennen von Berlin. Anschließend bereitete er sich ehrgeizig für das Trainingslager in Mallorca vor. Im Winter lief er bis zu 45 Kilometer täglich auf Langlaufskiern und startete bei kleineren Crossrennen. Der Saisonauftakt auf der Straße erfolgte in Kroatien, ohne dass er besonders in Erscheinung trat. Bei verschiedenen Rennen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden steigerte er stetig seine Form. Unter Anderem versuchte er sich erstmals bei der Flandern Rundfahrt in der U23 Klasse. Zurück in Deutschland gelangen ihm die ersten richtig guten Ergebnisse des Jahres, so auch beim Frankfurter Klassiker (U23) als er auf Platz fünf fuhr. Sein erstes großes Saisonziel, die deutschen U23 Meisterschaften zu gewinnen, verpasste er mit einem dritten Platz knapp. Bei der anschließenden Thüringen-Rundfahrt überraschte Selig mit einem 12. Gesamtplatz und zeigte somit, dass er ein Sprinter werden kann, der möglicherweise auch kürzere Anstiege gut verkraften kann. Bei der Mazovia Tour kam er diesmal sogar bei jeder Etappe unter die ersten sechs, ohne ein Mal zu gewinnen, was einen zweiten Platz in der Endabrechnung bedeutete. Insgesamt konnte er in dieser Saison bereits vier Siege herausfahren, unter Anderem bei der Tour de Berlin und bei den deutschen Bahn-Meisterschaften im Punktefahren im Bereich der Elite. Das Highlight der Saison war für ihn aber mit großer Sicherheit der vierte Platz beim Pro Race in Berlin. Hier konnte er sich zum ersten Mal mit einigen der weltbesten Profis messen.

 

Ab August hat er sich einen Platz als Stagiaire wirklich verdient und so engagierte ihn Leopard-Trek. Bei der Dänemark-Rundfahrt (2.HC) und der Tour du Poitou Charentes (2.1) durfte er mal bei den Profis rein schnuppern und er beendete beide Rundfahrten. Was den Rest der Saison angeht, ist ein wichtiges Ziel die U23 WM von Kopenhagen. Das Profil dürfte ihm liegen und so bleibt abzuwarten, was er in Dänermark zeigen wird. Sein größtes Ziel der Saison ist aber nach wie vor der Profivertrag für die kommende Saison. Möglicherweise kann er sich gerade bei der WM für ein Team oder sogar seinen aktuellen Arbeitgeber empfehlen. Geht seine Entwicklung den aktuellen Verlauf, könnte er ein weiterer erfolgreicher deutscher Sprinter werden.

 

Nominiert von rieper, geschrieben von rieper



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