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Platz 16 - Barry Markus



Barry Markus
©Ogkempf

Barry Markus

Niederlande

17.07.1991

 

Fahrertyp: Sprinter

Grösster Erfolg: 1. Ster van Zwolle

Team/Verein 2011: Rabobank Continental Team

Stagiaire: Vacansoleil

Team 2012: Vacansoleil

Beste Mock List Platzierung: neu

Web: www.facebook.com/profile.php?id=558791572

 

Einige Fahrer steigen kometenhaft auf, bei anderen hört man die Lancierung schon Lichtjahre vorher. (Irgendwie komisch der Satz.) Zu letzterer Gruppe gehört Barry Markus, der bereits 2006 auf den internationalen Radaren aufflackerte. Er gewann unter Anderem – und dieses unter Anderem muss bei insgesamt 36 Siegen dick betont werden - die Jugendausgabe von Paris – Roubaix, die nationale Meisterschaft im Zeitfahren und einige Bahnwettbewerbe. Damals war kleines, dickes Barry noch ein echter Allrounder. Oder er war einfach so viel besser, dass es egal war wo er auf die Konkurrenz traf.

 

Solch eine Siegquote und Dominanz konnte er bei den Junioren nicht mehr erreichen, trotzdem schloss er seine zweite Juniorensaison als bester Niederländer in der absoluten Weltspitze ab. Die größten Erfolge seiner Juniorenlaufbahn sind sicher die Silbermedaille bei der EM, sowie die nationalen Titel auf der Bahn im Keirin (!) und im Madison mit Yoeri Havik. Auch bei der Trofeo Karlsberg in Deutschland konnte er mit einem Etappensieg glänzen. Mit Yoeri Havik gewann er Ende 2009 – als beide eigentlich noch Junioren waren – auch das U23 Sechstagerennen in Amsterdam auf eindrucksvolle Art und Weise.

 

So war es wenig überraschend, dass der Niederländer vom 2010 Rabobank Continental Team aufgefischt wurde. An den Erwartungen gemessen verlief die erste Saison im U23 Bereich aber eher enttäuschend. Insgesamt neun – meist hintere - Top 10 Platzierungen bei kleineren UCI Rennen standen Ende des Jahres zu Buche. Darunter befand sich als bestes Resultat auch der Etappensieg bei der Thüringen – Rundfahrt (2.2U). Die teaminterne Sprintkonkurrenz mit Vermeltfoort, van Poppel und Bol konnte letztendlich aber besser punkten als Markus selbst.

 

Diese Konkurrenz wurde durch die Abgänge Vermeltfoorts und van Poppels zu Beginn dieser Saison erfreulich geschwumpft. (Noch nie gehört dieses Wort, gibt es das wirklich?) So blieb als echter teaminterner Konkurrent nominell nur Jetse Bol über, der aber eigentlich gar kein echter Sprinter ist. Mit dieser übersichtlicheren Situation und besseren Podition in der Hierarchie kam der Niederländer sofort hervorragend zurecht. Ende Februar gewann er mit dem Ster van Zwolle (1.2) die niederländische Saisoneröffnung aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe heraus. In dieser Gruppe befand sich auch Jetse Bol, der Markus auf den letzten Kilometern den Sprint auf dem Silbertablett servierte. Die Frage nach der teaminternen Hierarchie im Sprint war also sofort geklärt.

Nur zwei Wochen später konnte der Holländer seinen zweiten UCI Sieg feiern. Wie im Vorjahr, als das Rennen noch keinen UCI Status hatte, gewann er den Dorpenomloop Rucphen (1.2). Dies tat er im Massensprint vor seinem Teamkollegen Hofland, der während der Saison – wie auch einige andere Mini Rabos – in die Riege der Sprinter aufgestiegen ist. So standen Mitte März bereits zwei UCI Siege auf dem Konto und der Knoten schien geplatzt. Die ganz große Euphorie wollte danach aber nicht mehr aufkommen, wobei Markus immer für starke Ergebnisse gut war.

Bis zur Olympia’s Tour (2.2) Mitte Mai, erreichte er in kleineren UCI Rennen sechs Mal die besten zehn. Bei der prestigeträchtigen Olympia’s Tour selbst, stieß der Mini Rabo auf den übermächtigen Wim Stroetinga. So blieben statt eines Etappensieges „nur“ drei Platzierungen in den Top Fünf. Nach dieser Rundfahrt wurde es bis zum August still um den Sprinter. Dann meldete er sich mit einem Sieg bei der Vuelta a Leon (2.2) zurück. Auch beim Mannschaftszeitfahren war Markus in der siegreichen Mannschaft vertreten.

 

Sehr überraschend kam sein Stagiaire Vertrag bei Vacansoleil. Ein Talent wie Markus, dass noch zwei U23 Jahre vor sich hat, lässt ein Farm Team im Normalfall nicht freiwillig ziehen. So mutet der Stagiairevertrag für den 20 Jährigen ein wenig wie der Versuch einer feindlichen Übernahme an. Als möglicher Neuzugang für die zweite Mannschaft der Niederlande wird Markus auch genannt, aber nichts (kann weg) Genaueres wissen wir hierbei noch nicht.

Für Kopenhagen jedenfalls kann man auch Barry Markus auf der Rechnung haben. In einem Massensprint wäre er vermutlich der schnellste Niederländer – und er wäre sicher schnell genug für eine Medaille!

 

Update:

Als Stagiaire hat Markus im Sprint der ersten Tour of Britain (2.1) Etappe den vierten Rang erreicht. Auf der dritten Etappe stürzte er allerdings schwer. Er zog sich Brüche zu und musste das Rennen beenden. Auch an der WM wird er nicht teilnehmen. Trotzdem hat er inzwischen einen Vertrag bei Vacansoleil unterzeichnet.

 

Nominiert von ogkempf, geschrieben von ogkempf



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