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Platz 22 - Alexei Tsatevich

Alexei Tsatevich

Russland

05.07.1989

 

Fahrertyp: Sprinter

Wichtigster Erfolg: 1. 2 Giorni Marchigiana - GP Industria e Commercio Castelfidardo 2008

Team/Verein 2011: Itera - Katusha

Stagiaire: -

Team 2012: noch unbekannt

Beste Mock-Platzierung: -

Web: www.facebook.com/home.php

 

Alle Jahre wieder bringt das Katusha-Farmteam Itera eine Handvoll starke Talente hervor. Nach Galimzyanov, Kritskiy, Porsev oder Mironov sind es in diesem Jahr die beiden 89er Nikita Novikov und Alexei Tsatevich. Während Novikov aber deutlich besser bergauf zurechtkommt, dürfte sich Tsatevich, der erst in diesem Jahr so richtig auf sich aufmerksam machen konnte, in die Richtung eines Klasse-Sprinters entwickeln.

 

Was dem in Verhnaya Pyshma geborenen, heute 22-jährigen Russen bei den deutschen Fans viele Sympathien bringen wird, ist die Tatsache, dass sein Radsportidol Jan Ullrich war. Und obacht an die Damenwelt: Tsatevich ist noch single, wenngleich laut Facebook in einer offenen Beziehung…

 

Das erste große Ergebnis, gleichzeitig vom Russen selbst als dessen größter Erfolg bezeichnet, war sein Sieg bei den Due Giorni Marchigiana (1.2) 2008, als er aus einer Gruppe mit sieben Fahrern, u.a. von Paterski und Renev begleitet gewann. vier Monate zuvor war er beim Giro delle Regioni (2.NC) in einem Massensprint, den der Niederländer van Winden vor den heute erfolgreichen Profis Modolo und Swift gewann, bereits Achter geworden.

 

In den Jahren 2009 und 2010, die er vornehmlich in Italien im Nachwuchsteam Agideli bestritt, lassen sich seine Ergebnisse ebenfalls jeweils an einer Hand abzählen. 2009 gelang es ihm bei den russischen Meisterschaften das erste Hauptfeld zu halten und sich am Ende den neunten Platz zu sichern, in bester Gesellschaft von u.a. Gusev, Vorganov, Brutt oder Efimkin. Weitere gute Resultate waren ein vierter Platz bei der Trofeo Citta di San Vendemiano (1.2U) und Rang neun beim GP della Liberazione (1.2U), den Modolo vor Matthews sowie u.a. Kwiatkowski und Appollonio gewann. Ein weiterer Fingerzeig auf die Endschnelligkeit von Tsatevich…den er ein Jahr später im gleichen Rennen mit Rang zehn bestätigte. Beim Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (2.2) plazierte er sich erneut zweimal in den Top10, dem internationalen Publikum dürfte er dann spätestens bei der Tour de l’Avenir (2.NC) aufgefallen sein, bei der in zwei Sprints die Plätze vier und neun (Fünfter im Spurt des Feldes) hinter Degenkolb und Matthews, aber vor Phinney und Kump für sich verbuchen konnte.

 

Vielleicht gaben diese Resultate den Ausschlag für seinen Wechsel zum Continental Team Itera-Katusha Anfang 2011, für das er in diesem Jahr seine nächsten Profisiege, bisher drei an der Zahl, einfahren konnte. Dabei stieg er sehr stark in das Jahr ein, gewann nach einem dritten Platz bei der Istrian Spring Trophy (2.2) beim GP Costa Azul (2.2) in Portugal sein erstes Rennen (gegen eine zugegebenermaßen übersichtliche Konkurrenz), nachdem er Tags zuvor noch knapp als Etappen-Zweiter gescheitert war. Nur eine Woche später folgte der zweite Streich beim französischen Eintagesrennen GP de la Ville de Nogent-sur-Oise (1.2) im Sprint vor Barry Markus. Bei La Cote Picarde (1.NC) konnte nur Arnaud Démare, ebenfalls Mocklister 2011, den Hattrick von Tsatevich stoppen. Inzwischen hatte sich dieser aber endgültig bei den sprintstarken Nachwuchsfahrern etabliert und ließ einen siebten Platz bei der ZLM tour (1.NC) folgen. Nach zwei weiteren Top10-Plazierungen beim Toscana - Coppa delle Nazioni (2.NC) ging es für Tsatevich zunächst einmal in die Heimat, wo er u.a. das Eintagesrennen GP of Moscow (1.2) auf Rang zwei sowie eine Etappe der Five rings of Moscow (2.2) als Tagesvierter jeweils im Sprint beendete.

 

Zurück auf internationalem Terrain belegte der Russe einen starken siebten Platz beim slowenischen Eintagesrennen GP Kranj (1.1). Er ließ weitere Podestplätze (Dritter bei der Vuelta a la Comunidad de Madrid (2.2U) hinter Solist Jordi Simon sowie Zweiter beim ungarischen Central European Tour - Budapest GP (1.2)) - natürlich im Massensprint - folgen. Seinen bislang letzten Saisonsieg feierte er bei der Tour Alsace (2.2), bei der er die vierten Etappe gegen u.a. Schäfer, Bouhanni und Démare gewann, nachdem er letzterem auf der vorherigen Etappe noch unterlegen war und Dritter wurde.

 

Einen Profi-Vertrag hat Tsatevich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Tasche. So wird er wohl seinen geheimen Wunsch, einmal Paris-Roubaix auf dem Podest zu beenden, noch etwas länger träumen müssen.

 

Nominiert von virtualprofit, geschrieben von virtualprofit



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