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Platz 24 - Salvatore Puccio




Salvatore Puccio

Italien

31.08.1989

 

Fahrertyp: Hügelklassiker

Wichtigster Erfolg: 1.U23 Ronde van Vlaanderen

Team/Verein 2011: Team Hopplà

Stagiaire: -

Team 2012: Team Sky

Beste Mock List Platzierung: neu

Webseite: www.facebook.com/salvatore.puccio3

 

 

Kann sich noch jemand an den letzten italienischen U23 Flandern-Rundfahrt Sieger vor Salvatore Puccio erinnern? Richtig, das war Giovanni Visconti damals im Jahre 2004. Mit diesem Sieg hören die Gemeinsamkeiten der beiden aber auch fast schon auf. Visconti war zu dem Zeitpunkt schon nationaler Meister der U23, Europameister und bekannter als die meisten italienischen Profis – kurzum ein Star unter den Nachwuchsfahrern. Puccio hingegen war vor der aktuellen Saison nicht mal ein potentieller Anwärter für einen Profivertrag in einem zweitklassigen Team.

 

Aber Zeiten ändern sich. Der 22-jährige Sizilianer wird nächstes Jahr im (laut CQRanking) besten Team der Welt, Team Sky, fahren. Bereits im Juni, und damit als einer der ersten U23-Fahrer überhaupt, war er sich mit dem britischen Team, dessen Sponsor erhebliche Interessen am italienischen Markt hat, einig. Team Manager Dave Brailsford spricht zwar davon ein „echtes Juwel entdeckt“ zu haben, aber zu dem Zeitpunkt war das „Juwel“ schon jedem, der sich auch nur annähernd mit Nachwuchsradsport beschäftigt, ein Begriff. Puccio hatte einen unglaublichen Monat April abgeliefert, in dem er bei mehreren der prestigeträchtigsten U23-Rennen Topresultate herausfahren konnte.

 

Als Junior war Puccio in Italien einer besten seines 1989er Jahrgangs. Was keineswegs unterschätzt werden darf, denn mit Leuten wie Ulissi, Ratto, Appollonio, Guardini, Viviani oder Felline ist dieser extrem reichhaltig an guten Talenten. In seinen bisherigen drei Jahren in der U23-Klasse war von diesem Potential allerdings wenig zu sehen. Viele mit denen er sich damals auf Augenhöhe duellierte sind bereits bei den Profis erfolgreich. Erst im Jahr 2010 ging es etwas bergauf mit Puccios Leistung, was einige ordentliche Resultate bei italienischen Amateurrennen belegen. Zur Saison 2011 wechselte er dann zum Team Hopplà. Ein Schritt, den er selbst als eine der Hauptgründe für seinen Leistungssprung in dieser Saison nennt.

 

Bereits im März 2011 sorgte er mit dem Sieg bei einem schweren Eintagesrennen, dem Giro delle Colline Chiantigiane, für Furore. Aufgrund seiner Frühform wurde er für die Flandern-Rundfahrt (1.NC) nominiert, was seine erste Berufung in das U23 Nationalteam überhaupt darstellte. Mit einer Attacke an der letzten Helling des Tages, dem Eikenberg, 9km vor dem Ziel, konnte er das top besetzte Rennen gewinnen. Es war der Auftakt des Wahnsinnsmonats April. Beim nächsten U23 Nations Cup Rennen, der Toscana Rundfahrt (2.NC), gewann er wiederrum im Solo eine Etappe und belegte in der Gesamtwertung Rang vier. Am letzten Aprilwochenende fuhr dann noch auf Rang zwei bei den beiden knüppelharten Eintagesrennen Giro del Belvedere (1.2U, hinter Boem) und GP Palio del Recioto (1.2U, hinter Preidler). Der Rest der Saison war zwar nicht mehr ganz auf diesem Level, aber mit zwei weiteren Siegen (im Juni bei der Trofeo Adolfo Leoni und im August Firenze-Viareggio) alles andere als verkehrt.

 

Wenn man den Fahrertyp Puccio beschreiben will, stellt man doch noch ein paar Gemeinsamkeiten mit Visconti fest. Ähnlich wie der aktuelle italienische Meister ist Puccio ein guter Bergfahrer und am stärksten bei hügeligen Eintagesrennen, allerdings etwas weniger explosiv im Sprint. Ob er ähnlich erfolgreich bei den Profis sein kann, kann er ab 2012 beweisen.

 

Nominiert von chreezer, geschrieben von chreezer



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