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Saisonbilanz Schweiz




21 eidgenössische Radsportler waren am Start. Also erscheint es legitim, die Ergebnisse der Helvetier mit denen der Amerikaner zu vergleichen. So gesehen haben die Schweizer zwar eine respektable Saison abgeliefert, an die Erfolge der Amerikaner können sie aber nicht heranreichen.

 

Ein Rennstall aus der Schweiz nimmt an der Pro Tour teil - Phonak. Anhand dieses Teams lässt sich nachvollziehen, an welchen Fahrertypen es bei den Eidgenossen hapert. Die Equipe richtet sich signifikant auf die Rundfahrten aus. Folglich benötigt man entsprechendes Personal, um bei diesen Veranstaltungen im Vorderfeld zu landen. Die jeweiligen Kapitäne haben meist aber eine andere Nationalität. Botero ist Kolumbianer, Valjavec Slowene, Landis Amerikaner und Pereiro und Perdiguero sind Spanier...

 





Fabian Cancellara

Zu allem Überfluss fuhr dann der beste Schweizer auch noch bei einem anderen Team. Fabian Cancellara, der bei der WM den dritten Rang im Einzelzeitfahren belegte, stand bei Fassa Bortolo unter Vertrag. Neben sehr guten Fähigkeiten im Kampf gegen die Uhr, fiel er durch gute Ergebnisse in den Frühjahrsrennen auf. Dafür sprechen der vierte Rang bei Gent-Wevelgem und der achte bei Paris-Roubaix. Außerdem pedalierte er bei den HEW-Cyclassics auf den vierten Platz. Einen Etappensieg glückte ihm im Rahmen von Paris-Nizza.

 





Martin Elmiger

Martin Elmiger ist der zweitbeste Schweizer in der Pro Tour-Wertung. Er fährt für Phonak. Zwei Platzierungen unter den besten Zehn bei Klassikern stehen für ihn zu Buche. Er wurde Sechster bei den HEW-Cyclassics und Achter bei der Lombardei-Rundfahrt.

 





Marcus Zberg

Der nächste ist Marcus Zberg, der seine Brötchen bei Gerolsteiner verdient. Er unterstrich seine Ambitionen durch einen achten Gesamtrang bei Tirreno-Adriatico. Ferner fand man ihn als sechstplatzierten Fahrer in der Ergebnisliste des GP Ouest-Plouay wieder. Damit landete er (94.) in ähnlichen Regionen der Pro Tour-Gesamtwertung wie sein Landsmann Elmiger (89.).

 





Alexandre Moos

In der Nähe (97.) tummelt sich Alexandre Moos, der ebenso bei Phonak auf der Gehaltsliste steht. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen zählt er zu den Rundfahrtspezialisten und hielt die Landesfarben bei der Tour de Romandie als Sechster hoch. Dort war allerdings seine Hauptaufgabe, seinem Kapitän und späteren Triumphator Santiago Botero zu sekundieren.

 





Fabian Jeker 2004

Nur wenige Plätze hinter ihm rangiert in der Pro Tour Fabian Jeker, der im Trikot von Saunier Duval die Saison bestritt. Bei keiner GT kam er zum Einsatz, sondern er war für die Tour de Suisse als Leader vorgesehen. Dort aber kam er nicht in den Tritt. Erst bei der Deutschland-Tour trat er in Erscheinung und konnte am Ende den siebten Platz belegen. So wie es aussieht, wird er aber in Zukunft nicht mehr zu sehen sein, da er vermutlich seine Karriere beendet.

 



Der Bruder von Marcus Zberg, Beat (auch Gerolsteiner), zeigte sich nach überstandener Verletzung in Aktion. Er erstritt bei der heimischen Tour de Suisse einen siebten Rang. Ein Etappensieg aber war ihm in der Rundfahrt nicht vergönnt, den ergatterte sein Landsmann Michael Albasini, der das Trikot von Liquigas-Bianchi trägt.

 




Beat Zberg



Michael Albasini





Aurelien Clerc

Helvetische Sprinter sind eher Mangelware. Eine Ausnahme bildet Aurelien Clerc, der in der vergangenen Saison immerhin den sechsten Platz bei Paris-Tours erreichte.

 





Steffen Wesemann

Beim einzigen helvetischen Klassiker der Pro Tour, Züri-Metzgete, wäre kein Schweizer in der Top Ten gelandet, wenn nicht ein in Wolmirstedt geborener Fahrer die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen hätte. Steffen Wesemann, der schon lange bei den Eidgenossen lebt, trug bei der WM das Trikot der Schweizer. Seine Stärke liegt eigentlich in Flandern und bei Paris-Roubaix. Aber der T-Mobiler setzte sich vor neuem eigenem Publikum gleich eifrig in Szene und erreichte einen sechsten Platz.

 

Die Eidgenossen durchschreiten derzeit bestimmt kein radsportlerisches Wellental, allerdings sind die besseren Tage zunächst vorüber. Axel Zülle, Oscar Camenzind und Laurent Dufaux sind von der Bildfläche verschwunden, ihre Erben haben es nicht ganz so einfach. Mit Cancellara wächst sicherlich jemand heran, der bei den Klassikern zu exzellenten Erfolgen fähig ist. Aber gerade für die Rundfahrten zeichnet sich für die Zukunft ein Defizit ab. Jeker und Moos befinden sich auf der Zielgeraden ihrer Karriere, von den Zberg-Brüdern kann man wohl auch nicht mehr viel erwarten. Sieht man von Cancellara ab, stellt sich die Frage, ob die übrigen Fahrer in der Lage sein werden, sich noch weiter steigern.

 



Teambilanzen

 

• Phonak Hearing Systems


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