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Platz 3 - Enrico Battaglin




Enrico Battaglin

Italien

17.11.1989

 

Fahrertyp: Schwere Eintagesrennen

Wichtigster Erfolg: 1. Giro delle Regioni

Team/Verein 2011: Zalf DesireFior

Stagiaire: Colnago - CSF Inox

Team 2012: Colnago CSF Inox

Beste Mock List-Platzierung: 5. (2010)

Web:  www.facebook.com/profile.php?id=1525040149

 

Als die Mock List vergangenen Herbst veröffentlicht wurde, war noch nicht ganz klar, fr welche Mannschaft Enrico Battaglin 2011 starten wrde. Er blieb dann zunächst für ein weiteres Jahr beim italienischen Zalf DesireFior Team. Wie sich herausstellen sollte, war dies keine schlechte Entscheidung. Mit starken Rennen konnte er seine Platzierung unter den ersten fünf behaupten. Bereits zu diesem Zeitpunkt der Saison, kann er acht Rennen gewinnen und 23 weitere unter den ersten zehn beenden.

 

Begonnen hat diese unglaubliche Serie am ersten Märzwochenende. Im Triest siegte er aus dem Sprint einer Gruppe bei der Trofeo ZSSDI (1.2). Zwei Wochen später startete er beim GP San Giuseppe (1.2). Hier ging Battaglin als Vorjahressieger ins Rennen. Auch dieses Jahr konnte er gewinnen, indem er sich im Sprint auf einer ansteigenden Zielgerade durchsetzte. Er gewöhnte sich an das Siegen im Zwei-Wochen-Rhytmus und so gelang es ihm schon Anfang April sein drittes Rennen auf dem obersten Treppchen zu beenden. Es war die Trofeo Mario Zanchi, bei der es zum Ziel einen Hügel hoch ging. Mit einem weiteren Fahrer setzte er sich leicht ab und machte im Sprint keinerlei Anstalten, wer die Nummer seins sein sollte. Wenige Tage später fuhr er auf den zweiten Platz beim Rennen Memorial Angelo Fumagalli. Hier war die Straße zum Ziel hin ebenfalls ansteigend und sein Team beherrschte den Sprint des Feldes. Sein Teamkollege Stefano Agostini wurde Erster und Nicola Boem Dritter.

 

Ferner folgten im April noch Podiumsplatzierungen beim Memorial Gerry Gasparotto und Giro del Belvedere di Villa Cordignano (1.2). Im erstgenannten Rennen gewann er hinter dem Sieger Patrick Facchini den Sprint einer dreiköpfigen Gruppe. Das Zweite beendete er im Sprint auf dem dritten Rang, gewonnen hat Teamkollege Nicola Boem. Zu erwähnen ist noch, dass natrlich auch hier jeweils die Straße ansteigend zum Ziel hin war. Im Mai fand die 22. Auflage der Trofeo Memorial Secondo Marziali statt. Genau wie im Vorjahr berquerte er als Erster die Ziellinie im Sprint des Feldes. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits der 14. (!) Saisonsieg für sein Team. Drei Tage später konnte er einen weiteren Erfolg verbuchen, indem er ein Rennen in der Toskana abgeschossen hat. Hier setzte sich 600 Meter vor dem Ziel Daniele Aldegheri an der Мauer von Valcelloab, der Einzige der gengend Kraft hatte um ihm zu folgen, war Enrico Battaglin. Dieser konnte sich dann ziemlich locker durchsetzen. Langsam aber sicher ging es auf den Baby Giro (2.2) zu. Doch anstatt sich auszuruhen, gewann er ein Rennen in Bottocino, welches auf einem Hügel in der Stadt endete. Nun stand endlich der Baby Giro an. Auf der vierten und siebten Etappe schaffte er es jeweils auf den dritten Rang. Nach Montacassino ging es die letzten fünf Kilometer einen Berg hoch. Er kam neun Sekunden hinter seinem Teamkollegen und Sieger Stefano Agostini ins Ziel. Die siebte gewann Agostini genauso erneut, wie Battaglin wieder auf dem dritten Platz landete. Auf den letzten 15 Kilometern ging es hier mit dem Schlussanstieg insgesamt drei kurze, aber dafür steile Hügel hinauf.

 

Zu Beginn des Juli, siegte Battaglin in Brescia. Natürlich war es zum Ziel hin hier auch nicht flach. Das Besondere an diesem Rennen ist, dass es am Tag beginnt und im Dunkeln endet. In diesem Monat fuhr er noch zwei weitere Podestplätze, bei nicht gerade flachen Rennen, ein. Mit einem zweiten Platz ging es im August in Cuneo, gelegen im Piemont, voran. Da Piemont und gerade die Landschaft um Cuneo ziemlich bergig sind, war dieses Rennen von einem schwierigen Profil geprägt. Er meisterte es bravour und musste sich nur Siarhei Papok geschlagen geben. Wenige Tage später feierte Enrico Battaglin seinen bislang letzten Saisonsieg in Briga Novarese. Beim von seinem Team dominierten Rennen Giro del Veneto e delle Dolomiti fuhr er auf der zweiten Etappe auf den zweiten Platz und beendete das Rennen in der Gesamtwertung auf dem gleichen Rang. Platz eins und drei belegten die Teamkollegen Marco Canola und Nicola Boem.

 

Jedoch darf er währenddessen, gemeinsam mit Teamkollege Sonny Colbrelli, seit August als Praktikant beim Team Colnago - CSF Inox Erfahrungen in der Berufswelt der Radfahrer sammeln. Mitte August bestritt er die Trofeo Melinda (1.1). Liest man das Podest, besetzt unter anderem mit Rebellin und Pozzovivo, wird einem schnell klar, dass das Rennen kein leichtes sein kann. Um so bemerkenswerter ist es, dass er auf einen außerordentlich guten siebten Platz gefahren ist. Das Highlight als Sagiaire setzte er aber im September, als er den Giro della Romagna im Sprint eines 41 Mann starken Feldes auf dem dritten Platz beendete. Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Kopenhagen wird Enrico Battaglin nicht am Start stehen. Dafür wird er sich versuchen bei den zahlreichen italienischen Herbstklassikern in Szene zu setzen. Fr das kommende Jahr hat er bereits sei längerer Zeit einen Profivertrag in der Tasche. Er wird für sein jetziges Praktikantenteam Colnago starten dürfen. In den letzten Jahren zeigte er, dass er die U23 Klasse in Italien mit einigen anderen Fahrern dominierte. Als Stagiaire hat er in den letzten Wochen gezeigt, dass er ebenso bei kleineren Profirennen in Italien unter die ersten zehn fahren kann. Um den Sprung zu den ganz Großen zu schaffen, hat er sich wohl das Richtige Team ausgesucht. Mit seinen bisherigen Platzierungen für Colnago, konnte er jetzt schon zeigen, dass er gewisse Freiheiten genießen darf. Sein einziger möglicher Schwachpunkt ist, dass er wie so viele italienische Nachwuchsfahrer, kaum Erfahrungen bei Rennen außerhalb seines Heimatlandes gesammelt hat. Da er aber noch jung ist, wird er ausreichend Zeit haben, sich an diese Rennen zu gewöhnen.

 

Nominiert von rieper, geschrieben von rieper



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