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Platz 6 - Romain Bardet

Romain Bardet

Frankreich

09.11.1990

 

Fahrertyp: Bergfahrer

Wichtigster Erfolg: 2 Etappensiege Tour des Pays de Savoie 2011

Verein 2011: Chambéry Cyclisme Formation

Team 2012: Ag2r

Beste Mock-Platzierung: -

Web: www.facebook.com/home.php

https://twitter.com/#!/romainbardet

 

Das Radsport-Geschäft ist mittlerweile schon so schnelllebig, dass die Frage, wer der neue Thibaut Pinot wird, sicher nicht unangebracht ist. Der junge Kenny Elissonde, im nächsten Jahr Mannschaftskollege von Pinot bei FDJ, wäre einer der Kandidaten, dem die Nachwuchs-Scouts eine solche Entwicklung zutrauen und ihn daher auch in die Mock List 2011 gewählt haben. Noch besser schnitt aber dessen Landsmann Romain Bardet ab, der in der kommenden Saison als Neo-Profi bei Ag2r fahren wird und dabei von Fahrern wie Gadret oder Peraud lernen kann.

 

Der Rückblick auf Bardets bisherige Meriten beginnt in seiner letzten Saison als Junior. Im Jahr 2008 gab Bardet sein Talent bei der Ronde des Vallées (1.1U) zum Besten, als er hinter Johan Le Bon Zweiter im Einzelzeitfahren und hinter Wesley Kreder und Kenny Elissonde Dritter auf der zweiten Halbetappe wurde, was abschließend Rang zwei im Gesamtklassement bedeutete. Weitere Ergebnisse - Gesamt-12. bei der Friedensfahrt (2.NC), 13. bei den Junioren-Weltmeisterschaften sowie 12. bei den entsprechenden europäischen Titelkämpfen und Zehnter des Alpenklassikers für Junioren ließen erahnen, dass die nötige Grundlage für Größeres bei Bardet vorhanden war.

 

2009 gelang es dem Franzosen, sich in Diensten des CR4C Roanne in der Espoirs-Klasse festzubeißen. Bei der Tour des Pays de Savoie (2.2U), die sich zu Bardets Lieblingsrennen entwickeln sollte, konnte er auf der ersten schweren Bergetappe nach Saint-François-Longchamp den vierten Platz hinter Saggiorato, Gastauer und van Garderen nach Hause fahren. Als Siebter der Bergankunft in La Toussuire schwächelte er zwar ein wenig, belegte aber schließlich Rang fünf im Endklassement, noch vor den heutigen Profis Pinot (!) und Butler. Ansonsten beschränkte sich Bardet zunächst auf Siege bei kleineren französischen Rennen. Diese gelangen ihm auch im darauffolgenden Jahr, das er für die Chambéry Cyclisme Formation bestritt. Allerdings stellte er seine internationalen Resultate auf eine breitere Basis. Die Lüttich-Bastogne-Lüttich-Ausgabe für die Espoirs (1.2U) beendete er als 12. im Hauptfeld, beim Giro delle Regioni (2.NC) wurde er dank eines sechsten Platzes auf der Bergetappe um Bagno di Romagna Gesamtachter mit knapp einer Minute Rückstand auf Gesamtsieger Enrico Battaglin. Bei der Ronde de l’Isard (2.2U) gelang ihm sein erster internationaler Sieg auf Etappe vier gegen Navardauskas, Bonnin, Bennett und Landa, der ihm zum Abschluss der Rundfahrt Rang neun bescherte. Im Gegensatz zum Vorjahr beschränkte er sich bei der Tour des Pays de Savoie (2.2U) auf die schwere Bergetappe über den Colle San Carlo nach La Thuile, auf der er Tageszweiter hinter dem Amerikaner Talansky wurde. Damit kam er im Gesamtklassement nicht über Platz acht hinaus. Als Belohnung durfte er sich erstmals bei der Tour de l’Ain (2.1) für die französische Nationalmannschaft mit den Profis messen und fuhr auf einen respektablen 34. Gesamtrang. Zurück in seiner Altersklasse klassierte er sich bei der Tour de l’Avenir (2.NC) als Gesamtsechster (u.a. vor den aktuellen Profis Bonnin, Atapuma, Eijssen und Matthews), was er in erster Linie seiner Flucht mit Landsmann Hardy und dem Deutschen Rösch nach Vals-les-Bains zu verdanken hatte, die er als Etappenzweiter beendete. Auf den drei Bergetappen, die von Quintana dominiert wurden, bewegte sich Bardet konstant um Rang 15 herum. Weitere nennenswerte Resultate waren sein siebter Platz bei den nationalen U23-Titelkämpfen und der zehnte Rang beim Piccolo Giro Lombardia.

 

Die Saison 2011 klingt bislang wie eine deutlich verbesserte Kopie des Vorjahres. National ist vor allem der Gesamtsieg mit zwei Etappensiegen bei der Tour de l'Ardéche Méridionale zu nennen. Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.2U) wurde er nur durch Tosh van der Sande (vgl. Mock List) bezwungen, aus Italien kehrte er mit starken Ergebnissen vom Toscana - Coppa delle Nazioni (2.NC) als Gesamtsechster. hinter u.a. Preidler und Aru mit einem dritten Etappenrang, dem neunten Platz vom GP Palio del Recioto (1.2U) sowie dem sechsten Platz vom Giro del Friuli Venezia Giulia (2.2) zurück, bei dem er nur knapp einen Etappensieg auf dem dritten Teilstück gegen den Australier Patrick Lane verpasste. Bei der Ronde de l’Isard (2.2U) verbesserte er sein 2010er-Resultat auf einen vierten Gesamtrang, konnte allerdings gegen den späteren Sieger Elissonde sowie Bennett und Dombrowski nichts ausrichten. Die Tour des Pays de Savoie (2.2) wäre aufgrund eines Unfalls mit einem Auto für Bardet beinahe ausgefallen. Umso überraschender kam sein starker zweiter Gesamtrang mit zwei Etappensiegen in La Thuile und Les Houches, wobei er allerdings drei Minuten auf den Russen Novikov verlor. Wieder hatte er sich für die französische Nationalmannschaft und die Tour de l’Ain (2.1) empfohlen, die er ungleich erfolgreicher als 2010 bestritt. Mit zwei Top10-Plazierungen, darunter der vierte Platz im nur 15 Fahrer starken Favoritenfeld auf der Bergankunft im Jura, ging er aussichtsreich in die abschließende Bergetappe mit Ziel am Grand Colombier. Als 15. mit 4 vier Minuten Rückstand bezahlte er hier zwar etwas Lehrgeld, wurde aber am Ende respektabler Gesamtelfter. mit knapp fünf Minuten Rückstand auf David Moncoutie.

 

Berücksichtigt man dazu noch seinen fünften Platz bei der französischen U23-Meisterschaft, darf man gespannt sein, was Bardet noch beim Piccolo Giro di Lombardia und natürlich speziell bei der Tour de l’Avenir zeigen kann. Ag2r darf sich auf jeden Fall auf einen starken Kletterer freuen.

 

Update:

Bei der Tour de l'Avenir zeigte sich Bardet gewohnt kletterstark und ungewohnt endschnell. Auf mittelschweren Etappen wurde er zwei Mal Zweiter , die Königsetappe gewann er. Da er während der chaotischen Rundfahrt aber auf der dritten Etappe Zeit verloren hatte wurde er als vielleicht stärkster Fahrer des Rennens im Gesamtklassement nur Zwölfter.

 

Nominiert von virtualprofit, geschrieben von virtualprofit



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