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Saisonbilanz Euskaltel-Euskadi 2006

Text von Steamboat, Januar 2007

Layout & Bildredaktion: MrsFlax

© Fotos: * Mani Wollner, ** Momo, *** www.capture-the-peloton.com, *** www.velo-photos.com, **** MrsFlax




Die wichtigste Nachricht des Jahres war sicherlich die Verkündung des Sponsors, seine Tätigkeit entgegen mancher Erwartungen doch um zwei Jahre bis Ende 2008 zu verlängern. Die Skepsis an der Fortführung der Tätigkeit erschloss sich aus zwei Beweggründen:

 

Erstens waren 2005 zwei Fahrer bei Dopingproben auffällig geworden. Zum einen war das der Sieger der Tour de Suisse 2005, Aitor Gonzalez, zum anderen der Gewinner der Dauphiné Libéré, Iñigo Landaluze. Gonzalez wurde gefeuert, während man bei Landaluze abwartete, welche Konsequenzen ihm drohten. Letztlich blieb er unbehelligt. Aber alleine dieser Absatz verdeutlicht eine Thematik, die sich vom baskischen Rennstall leider nicht trennen lässt: Doping. Es passt dazu, dass zum Kreis der Fuentes-Patienten auch Personal von Euskaltel zählt. Allerdings wurde nicht bekannt, ob aktuelle Fahrer der Equipe tatsächlich in die Affäre verwickelt waren.





** Der treue Blick reißt's leider auch nicht raus: Iban Mayo

Zweitens überschlugen sich die Teamangestellten nicht gerade mit Erfolgen. Euskaltel-Euskadi hatte 2005 wenig Grund zu Freude. Iban Mayo, der eigentliche Star des Teams, radelte dem Erfolg ein weiteres Jahr glücklos hinterher. Haimar Zubeldia konnte auch nicht beweisen, warum er bei der Tour 2003 Sechster geworden war. Lediglich Samuel Sanchez und Roberto Laiseka vermochten bei der Vuelta Etappensiege bei einer GT einzufahren. Von Aitor Gonzalez und Landaluze ganz zu schweigen, die zwar Rundfahrten gewannen; diesen Erfolgen hafteten aber genannte Makel an. David Herrero vermochte noch positive Akzente aus den Reihen des Teams zu setzen.

 

Aussichten auf Erfolge sind ohnehin eingeschränkt. Da sich die Equipe nur aus einem Fundus an baskischen Pedalisten bedienen kann, stellen sich die Highlights des Teams fast von selbst zusammen. Mit den Rennen auf Kopfsteinpflaster können die Fahrer nichts anfangen. Sie starten dort nur, weil sie aufgrund der Pro Tour (PT)-Bestimmungen dazu verpflichtet sind. Stünde es den Teams frei, an drei Wettbewerben des Kalenders nicht teilzunehmen, dann würde man das orange Trikot nicht bei der Flandern-Rundfahrt, Gent-Wevelgem und Paris-Roubaix zu Gesicht bekommt. Wenn man ehrlich ist, sieht man es auch nicht, obwohl Euskaltel teilnimmt. So erreichen nur wenige Basken bei den genannten Wettbewerben den Zielort.





** Knopf im Ohr - und doch kein Steiff-Tier: Haimar Zubeldia

Ein Hauptproblem der Equipe liegt darin begründet, dass deren Fahrer ihre Stärken nur bei den Rundfahrten und hin und wieder bei hügeligen Klassikern entwickeln. Zudem verteilt sich die Verantwortung im Rennstall auf nur wenige Schultern. Das Team ist davon abhängig, dass diese Fahrer leistungsmäßig stets auf der Höhe sind, will man positive Schlagzeilen haben.

 

Zeigt sich ein Leistungsträger nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, dann mangelt es an Fahrern, die ihn entsprechend vertreten. Die Köpfe des Teams sind Sanchez, Mayo, H. Zubeldia und mit Abstrichen Landaluze, Herrero sowie Laiseka. Da besonders Mayo, der mal als ein Favorit bei der Tour galt, dieser Stellung 2005 nicht gerecht wurde, und auch Zubeldia an die überragenden Leistungen der Vergangenheit nur leidlich anschließen konnte, hing das Team entsprechend durch.



2006 begann etwas freundlicher als das Vorjahr. Sanchez sorgte schon bei der ersten Rundfahrt für PT-Zähler, aber Euskaltel war auch das letzte PT-Team, das einen Sieg erzielen konnte. Anfang April durfte man diesen bestaunen. Wenn man zu Sommerbeginn ein Resümee gezogen hätte, hätte man unweigerlich festgestellt, dass Euskaltels Erfolg eng mit dem Namen Sanchez verbunden war. Wäre dieser Fahrer ausgefallen, wäre Ebbe in der PT-Punktekasse zu verzeichnen gewesen. Und es gibt nicht wenige Kritiker, die der Equipe die sportliche Zugehörigkeit zur obersten Rennserie absprechen.

 

 

Doping-Affäre Fuentes

 

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Arzt Eufemanio Fuentes gerieten auch einige Profis von Euskaltel in den Verdacht, Kunden des ehemaligen Arztes von Liberty Seguros gewesen zu sein. Genannt wurden Mayo und H. Zubeldia. Es blieb bei den Verdächtigungen. Daran hat sich bisher nichts geändert.



Pro Tour

Den ersten PT-Punkt konnte Euskaltel im Vergleich zum Vorjahr bereits im März (und nicht erst im Mai/Juni) realisieren. Sanchez, der aufstrebende Star des Teams, belegte bei der dritten Etappe von Paris-Nizza den dritten Rang und verschaffte sich damit eine gute Ausgangslage, um in Nizza gar auf das Abschlusspodium zu gelangen. Dieses verfehlte er knapp, da er am Abschlusstag einen Angriff von Antonio Colom nicht adäquat konterte. So wurde er Vierter und kam etwas unverhofft zum Sieg in der Punktwertung, weil der Führende in dieser Wertung, Tom Boonen, während der letzten Etappe ausstieg. H. Zubeldia belegte außerdem noch den 17. Gesamtrang.






** Samuel Sanchez als...



... baskischer Ehrenretter



Und wieder war es Sanchez, der für das Ansehen von Euskaltel bei baskischen Fans und beim Sponsor während der Heimatrundfahrt Vuelta a Pais Vasco sorgte. Auf Grund seiner waghalsigen Fahrweise bergab konnte er eine Ausreißergruppe erreichen und sorgte somit dafür, dass er einen kleinen Vorsprung vor dem Verfolgerfeld ins Ziel rettete. Bereits am nächsten Tag reichte er einen weiteren Etappensieg nach, als er als Erster die Zielankunft auf dem Berg erklommen hatte. Des Weiteren addierte er seiner Ausbeute einen zweiten Etappenrang hinzu. Diese Rundfahrt wandelte sich eigentlich zur "Vuelta a Samuel Sanchez", wenn nicht das abschließende Zeitfahren gewesen wäre. Diese Disziplin zählte zu dem Zeitpunkt nicht zu seinen Stärken. Folglich büßte er den ohnehin minimalen Vorsprung vor der Konkurrenz ein und wurde Sechster im Gesamtklassement.





* Auf Kopfsteinpflaster 'unsichtbar'? Nicht ganz...



Da von den Basken bei den Kopfsteinklassikern nicht mehr als ein Pflichtauftritt zu erwarten war, euphorisieren die erzielten Rennergebnisse niemanden. Beim Amstel Gold Race und den anderen Ardennen-Klassikern erhoffte man sich aber schon das eine oder andere gute Resultat. Einmal mehr war Sanchez bester Euskalteler als Fünfzehnter beim Amstel Gold Race. Die "One-Man-Show" war aber nur kurz ins Stocken geraten. Der Baske feierte beim Fleche Wallone seinen größten Erfolg in einem Klassikerrennen, als er die Mur de Huy als Zweiter erklomm und weiter für Furore sorgte. Zudem war er in Katalonien – bei der Volta a Catalunya – bester Fahrer des Rennstalls als Dreizehnter.

 

Eine Mannschaft ohne große Ambitionen wurde zum Giro entsandt. Kapitän sollte Laiseka sein, der im Spätherbst seiner Karriere ausgeguckt wurde, in Italien etwas auszurichten. Am ehesten wurde er auffällig, als er sich bei einer Bergwertung aus dem Hauptfeld löste, vor dem Peloton die Linie erreichte, aber dennoch nicht mit Zählern bedacht wurde, da bereits eine Kopfgruppe von vier Fahrern zuvor die Punkte unter sich aufgeteilt hatte. Ausgerechnet ein Sprinter schürte die Hoffnungen auf einen Platz auf dem Tagespodium. Koldo Fernandez de Larrea platzierte sich bei den Massenankünften weit vorne. Es langte bei der sechsten Etappe zu einem fünften Tagesrang.





*** Flores & Luengo: Bei der Taktikbesprechung gestört?



Ein Negativcharaktistikum des Teams, die Sprintschwäche, war also ausgemerzt worden, ein anderes blieb – das Problem im Zeitfahren. Beim Mannschaftszeitfahren erreichte die Equipe den 22. und letzten Platz.

 

Nach dem sturzbedingten Ausscheiden von Laiseka waren fast alle Optionen auf einen Platz im Klassement unter den ersten Zwanzig geschwunden. David Lopez rückte zwar Platz für Platz auf, aber er büßte wohl seine Chancen auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung ein, als er sich einer Fluchtgruppe bei der 18. Etappe nach Gemona del Friuli anschloss. Kurzzeitig sah es zwar so aus, dass er diesen Abschnitt gewinnen könnte, aber er wurde noch gestellt und kam auf den vierten Platz. Nach dieser Episode hatte er offensichtlich Kraft gelassen, so dass er in der Gesamtwertung absackte. Iker Flores wurde als Fünfunddreißigster Teambester.





** Iban Kästner: "Das doppelte Perezchen"



Die Dauphine Libéré läutet die heiße Vorbereitungsphase für die Tour de France ein. Euskaltel setzte für die Rundfahrt erneut auf Mayo. Auch aus Mangel an Alternativen wurde er mit der Kapitänsrolle ausgestattet, die ihm bei erfolgreichem Abschneiden auch für die Tour angetragen werden sollte. 2004 gewann er diese Rundfahrt, diese Saison hätte ein Lichtblick schon völlig ausgereicht. Zunächst fiel er nicht weiter auf. Erst auf dem Weg zum Col d'Izoard zeigte er alte Qualitäten. Er schloss sich der Spitzengruppe an und belegte den zweiten Etappenrang. Bei der sechsten Etappe dann rehabilitierte er sich vollends mit dem Sieg in La Toussuire. Im Gesamtklassement findet man ihn zwar erst auf Rang 15, aber ein Anfang schien gemacht. Zumindest war er der zweite Fahrer seines Teams, der sich über PT-Zähler freuen durfte.



Der dritte sollte Herrero werden. Bei einer Flachetappe der Tour de Suisse setzte er sich zusammen mit Angel Vicioso ab und erreichte mit geringem Vorsprung das Ziel, wo allerdings Vicioso die Oberhand behielt. Bei der achten Etappe belegte er neuerlich den zweiten Platz. Dieses Mal allerdings konnte er sich zusammen mit Cadel Evans kurz vor dem Ziel aus einer größeren Spitzengruppe absetzen, während Alberto Contador jedoch bereits uneinholbar führte. Bei beiden Zielankünften blieb in Erinnerung, dass der Baske seinen Lenker aus Ärger über den verpassten Sieg malträtierte. Im Klassement belegte der aufstrebende Star der Basken den 19. Rang.






*** EZF... Iriondo



... bei der... Perez



... D-Tour: Fernandez



Die Tour de France stellte – wie bei vielen anderen Teams – ein großes Fixum für Euskaltel dar. Trotz der schlechten Resultate 2004 und 2005 erhielt Mayo wieder das Vertrauen der Leitung. Er hielt bis zur zehnten Etappe durch und stieg dann aus, ohne anzudeuten, dass er in die Entscheidung hätte eingreifen können. Dafür stachen einige seine Stallgefährten hervor.



Der Rennstall war bisher nicht für starke Sprinter im Peloton bekannt. Zwar fiel in der Vergangenheit der eine oder andere Fahrer durch Achtungsergebnisse bei Massenankünften auf (z.B. Fernandez beim Giro), dennoch sucht man sie meist eher vergeblich im Vorderfeld bei Sprint Royales. Eine Ausnahme stellte das Abschneiden von Iñaki Isasi bei der fünften Etappe von Beauvais nach Caen dar. Er hielt im Finale rein und erreichte den dritten Rang. Damit sicherte er sich drei Punkte für die PT-Wertung.

 

Auch Landaluze erreichte einen dritten Platz. Dieser kam bei der zehnten Etappe von Cambo-les Bains nach Pau zustande, als er als Solist, das Führungsduo Juan Mercado und Cyrille Dessel nicht mehr erreichte. Zunächst gehörten die drei einer Ausreißergruppe an, die sich aber im Verlauf des Tages selbst dezimierte.





*** Nicht nur im übertragenen Sinne bei der TdF "von Bord" gegangen - Iban Mayo



Durch den Ausstieg von Mayo verdeckt und ansonsten bei den Zielankünften in den Bergen durch solide Leistungen im Hintergrund bleibend, schaffte H. Zubeldia den neunten Platz im Klassement. Damit rehabilitierte er sich für zwei magere Jahre seit der Tour 2003. Das lässt hoffen, dass er nun zur alten Form zurückgefunden hat. Zumindest bei der Tour de Romandie ließ er zuvor schon erkennen, dass er das Radfahren nicht verlernt hat – Platz 16.

 

Das nächste Highlight im Rennsportkalender des Teams stand mit dem Rennen Klasika San Sebastian auf dem Programm. Mayo und Zubeldia zählten zeitweise zu Ausreißergruppen, aber letztlich hatte das Team, bei dem besonders Sanchez enttäuschte, mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

 

Die Vuelta war die Rundfahrt, bei der Euskaltel unter Zugzwang geriet. Endlich war es mal an der Zeit, der etwas mickrigen Ausbeute an guten Resultaten einige weitere folgen zu lassen. Insgeheim hoffte man, dass Mayo endlich mal wieder zu alter Stärke zurück fand. Er ließ sein Können zwar aufblitzen, aber es folgte die alte Leier. Von einer guten Gesamtplatzierung kann man nicht sprechen.





** "Andeutungen" bei der Vuelta: Landaluze



Landaluze deutete bei der elften Etappe von Torrelavega nach Burgos aber an, dass das Team doch noch da war. Er war einer der Ausreißer, die eine dreizehnköpfige Spitzengruppe bildeten. Am Ende schaffte er den dritten Platz.

 

Aber Sanchez blieb es vorbehalten, für den ersten Sieg bei der Vuelta zu sorgen. Im welligen Finale von Guadalajara nach Cuenca (13. Abschnitt) setzte er seine Abfahrtsqualitäten gekonnt ein und nutzte den Schwung zum Tageserfolg. Mit einer Bergankunft ging die 16. Etappe (Almería - Observatorio Astronómico de Calar Alto) zu Ende. Dabei schlug Igor Anton Kapital aus der Situation, dass sich die Favoriten Alejandro Valverde und Alexander Vinokourov belauerten. Auf dem Weg zum Gipfel setzte er sich ab. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte er, als er als Tagessieger über den Zielstrich fuhr. Sanchez wurde übrigens Vierter.

 

Bei der 17. Etappe von Adra nach Granada schaffte Sanchez den dritten Platz. Sein Abstand auf die Führenden in der Gesamtwertung war aber zu groß, als dass er noch Ansprüche auf das Podium anmelden konnte. Für seine Qualitäten im Kampf gegen die Uhr ist Sanchez nicht gerade bekannt. Bei der Baskenland-Rundfahrt war diese Disziplin schuld daran, dass er die Rundfahrt nicht gewann. Bei der Vuelta aber gab er bei der 20. Etappe in Rivas Vaciamadrid so gesehen eine Galavorstellung. Er wurde überraschend Zweiter, auf einem Kurs den ein Beobachter nach den Einlassungen von Rubén Pérez und nicht zuletzt des Fahrers selbst als sehr wellig mit vielen rasanten Abfahrten beschreibt. Es war offenkundig kein typischer Zeitfahrkurs, was Sanchez natürlich gelegen kam. Damit verteidigte er seinen siebten Rang im Klassement. Aber noch ein zweiter Euskaltel-Fahrer gelang der Sprung unter die ersten 20 der Rundfahrt – Anton wurde Fünfzehnter, während die ehemaligen Anführer des Teams H. Zubeldia und Mayo einträchtig Platz 34 und 35 belegten.





** Igor Anton: Mit dem Rucksack in die Berge?



Die Polen-Tour gehörte sicherlich nicht zu den Hauptinteressen des Rennstalls. Das verwundert nicht, da ja zeitgleich die Vuelta stattfand. Lediglich der Sprinter Fernandez durfte sich Chancen auf gute Ergebnisse ausrechnen. Er konnte im Konzert der endschnellen Fahrer gut mithalten und schrammte nur knapp am Tagessieg vorbei. Ein dritter Etappenrang entschädigte ihn für seine Bemühungen.

 

Dir PT-Saison war damit noch nicht beendet. Die Herbstklassiker standen auf dem Programm, bei denen Chancen für Sanchez bei der Züri-Metzgete und der Lombardei-Rundfahrt bestanden. Es blieb ihm in der Schweiz vorbehalten, die Kapitänsrolle zu beanspruchen. Er zählte zu einer Spitzengruppe, aus der er ca. zwölf Kilometer vor dem Ziel alleine attackierte. Einer furiosen Fahrweise hat er es zu verdanken, dass er schließlich mit 30 Sekunden Vorsprung das Rennen gewann. Ausgerechnet nach der Vuelta und außerhalb Spaniens wurde der größte Saisonerfolg von Euskaltel möglich. Auch für den Sportler war es bislang der größte Sieg in seiner Karriere.

 

Er startete auch in der Lombardei. Sanchez zählte erwartungsgemäß zur Gruppe der Favoriten, die den Sieg unter sich ausmachte. Die entscheidende Attacke von Paolo Bettini verpasste er jedoch. Er gehörte aber der Verfolgergruppe an und nutzte die Streckenbeschaffenheit, die seiner Fahrweise entgegen kam, da es mehrfach bergab ging. Er konnte den enteilten Fabian Wegmann erreichen und im Spurt um den zweiten Rang bezwingen. Beachtenswert auch der 20. Rang von Anton.



Outside Pro Tour

Die Basken starten traditionell stets mit Zurückhaltung in die Saison. Es wurde nicht klar, ob dieser Beginn gewollt oder ungewollt entsprechend erfolglos verlief. Von daher stritten sich andere Teams um die Siege. Die Mannschaft aus dem Norden Spaniens war das letzte aller PT-Teams, das einen wie auch immer gearteten ersten Platz im Jahr 2005 erzielte, sieht man von Sonderwertungen wie bei Sanchez (Paris-Nizza) absieht.






**Konspirative Sitzungen.. Albizuri, A. Perez, Azanza, Fernandez



..in baskischer Tarnfarbe? J. Zubeldia, Anton, A. Perez, Albizuri



Der Rennstall musste dich stattdessen, wie oben schon angesprochen, mit Dopinganschuldigungen auseinandersetzen, die im Falle von Aitor Gonzalez zur Kündigung führten. Landaluze, Triumphator bei der Dauphine Libéré 2005, musste sich auch mehr der eigenen Rechtfertigung widmen, als dass er sportliche Angriffe parieren durfte. Denn auch an der Rechtmäßigkeit seines Überraschungserfolges waren nachträglich Zweifel entstanden. Letztlich wurden beide Fahrer aber gerichtlich freigesprochen.





** Gut, dass man manche Namen schreiben kann und nicht aussprechen muss: Aketza Peña



Bei der Trofeo Calvia (1.1) gab es mal sportliche Erfolgsmeldungen. Isasi belegte immerhin den dritten Rang, so dass ein oranges Trikot zumindest andeutungsweise auch mal weiter vorne zu sehen war.

 

Bei der Vuelta a Castilla-Leon (2.1) sorgte Aketza Peña bei der Abschlussetappe immerhin für den zweiten Platz, während man sich bei den ersten spanischen Etappenrennen zurückhielt. Für ein Team, das seine Ziele vornehmlich bei Rundfahrten zu realisieren glaubt, stellt dieses Faktum nicht gerade ein Qualitätsmerkmal dar. So war das beste Ergebnis einer mehrtägigen Rundfahrt neben dem Resultat von Sanchez bei Paris-Nizza der vierte Gesamtplatz von Isasi bei der Vuelta a Andalucia (2.1) im ersten Quartal des Jahres.

 

Anfang Juni stand die Euskal Bicicleta (2.HC) auf dem Programm. Schon aufgrund der Herkunft von Euskaltel-Euskadi gerät sie für die Equipe in den Mittelpunkt des Interesses. Für die Fahrer bedeutete diese Veranstaltung zudem eine willkommene Angelegenheit, sich für ausgebliebene Erfolge zu rehabilitieren. Zu denen, die einiges bis zum Veranstaltungsbeginn in der Saison schuldig blieben, zählte Herrero. Er versuchte, in die Tagesentscheidung beim Auftakt einzugreifen, aber gegen den späteren Sieger Koldo Gil war kein Kraut gewachsen. Immerhin langte es für den zweiten Platz.





*** Die Herren Perez mal wieder: "Und das war deine Höchstgeschwindigkeit in der Abfahrt? Lächerlich!"



Der Protagonist der baskischen Truppe, Sanchez, probierte sich bei der zweiten Etappe. Aber zwei seiner Gegner taktierten besser, und er belegte hinter ihnen den dritten Rang. Bei der dritten Etappe war es wieder Herrero, der mit dem dritten Tagesrang vorlieb nehmen musste. Auch im Zeitfahren musste er sich mit einem identischen Ergebnis abfinden. Bei der Abschlussetappe setzte er sich jedoch ab und fuhr den dritten Saisonsieg von Euskaltel ein. Erstmals hieß ein Gewinner aus dem Team nicht Sanchez. Im Abschlussklassement musste er sich aber damit begnügen, dass einer besser war als er.



Bei der Burgos-Rundfahrt (2.HC) erreichte Herrero einen zweiten Rang im Kampf gegen die Uhr. Im Klassement belegte er den vierten Rang. Die Gesamtwertung gewann sein Stallgefährte Mayo, der auch eine Etappe mit Bergankunft holte. Warum Mayo nicht annährend in der Lage war, eine ähnliche Performance bei der Tour de France zu entwickeln, bleibt wohl sein Geheimnis.

 

Stattdessen gewann er ein Eintagesrennen. Bei der Subida a Urkiola (1.1) nutzte er den Elan vom Vortag, als er einen Fluchtversuch bei der Klasika San Sebastian nicht mit dem Sieg krönen konnte. Bei diesem Rennen profitierte der Baske von der guten Zusammenarbeit seines Teams. Mayo setzte sich schließlich ab und kam 45 Sekunden vor Ricardo Serrano im Ziel an. Euskaltels Dominanz wird durch den dritten Rang von Anton untermauert, aber auch Antton Luengo glänzte mit einem sechsten Rang.

 

Ein letztes Schmankerl lieferte Anton zum Saisonausklang bei der Escalada a Montjuich (1.2). Dieses für spanische Verhältnisse prestigeträchtige Rennen gewann er recht souverän.



Nationale Meisterschaften und Weltmeisterschaft





**** Samuel Sanchez bei der WM



Die spanischen Titelkämpfe wurden von dem Streik der Fahrer überschattet, die ein Ausfahren des Meisters auf der Straße verhinderten. Lediglich im Zeitfahren wurde der Titel vergeben. Die Fahrer von Euskaltel zählen nicht zu den starken Fahrern im Kampf gegen die Uhr. Dennoch platzierte sich Herrero auf dem dritten Rang.

 

Sanchez zählte zum Aufgebot bei der Straßen-WM in Salzburg – wie auch Unai Etxebarria für die venezolanische Nationalmannschaft in die Pedalen trat. Der Spanier hatte die Aufgabe, Valverde zu unterstützen. In der entscheidenden Phase zählten beide zu dem Quartett, das sich einen kleinen Vorsprung vor dem Hauptfeld erarbeitet hatte. Sanchez lancierte zwar den Sprint für Valverde, aber Paolo Bettini und Erik Zabel waren schneller. Sanchez belegte den respektablen vierten Rang.



Zwischen die Speichen gesehen…

Die Teamverantwortlichen von Euskaltel-Euskadi, namentlich Manager Miguel Maradiaga und Sportdirektor Julian Gorospe, sehen die Stärken ihres Rennstalls bei den Rundfahrten. Dieser Ansicht kann größtenteils nach dieser Saison zugestimmt werden, auch wenn diese Annahme nicht durch besonders viele Klassementplatzierungen untermauert werden kann.






*** Zwischen... Antton Luengo



.. die Speichen.. Iriondo



... gesehen? Sanchez



Bei den Eintagesrennen gab es neben zwei Siegen noch einen zweiten und zwei dritte Plätze 2006 zu notieren. Ein Sieg und ein zweiter Platz wurden bei PT-Wettbewerben erzielt und waren gleichbedeutend mit den einzigen Platzierungen bei PT-Klassikern in den Top Ten. Die Klassementergebnisse fallen aber dazu im Vergleich noch dürftiger aus. Auf dem Podium nach einer Rundfahrt standen nur zwei Fahrer. Mayo gewann die Asturien-Rundfahrt, während Herrero den zweiten Platz bei der Baskischen Woche belegte. Und in der PT gab es nur eine Top-Five-Platzierung durch Sanchez. Dafür schafften die Fahrer der baskischen Equipe bei vier Etappenrennen Platzierungen, die PT-Zähler einbrachten.





** Das "Z" macht den Unterschied: Iban Mayoz



Etwas freundlicher gestaltet sich allerdings die Auswertung der einzelnen Etappenergebnisse. Immerhin fünf PT-Etappen wurden gewonnen, insgesamt gab es 16 Platzierungen unter den ersten Dreien. Bei zwei GT-Etappen siegten die Euskalteler, wobei sich mit Anton ein Emporkömmling zeigte. Er rangiert auch im Klassement einer allerdings nur mäßig besetzten Vuelta auf einem PT-Rang. Man wird sehen müssen, ob er künftig in der Lage ist, zu einem Kopf der Truppe zu werden. Nach dieser Saison ist Sanchez vorerst der einzige wirkliche Leader der Truppe. Ohne ihn hätte es nicht viel zu strahlen gegeben. Neben der PT gab es nur noch drei weitere Etappenerfolge.

 

Mit 11 Siegen (ohne Escalada Montjuich) in der Saison fällt die Bilanz des Teams sehr mager aus. So wenig hatte keine andere Truppe aus der Premier League der Radsportler. In der PT Teamwertung landete man auf dem 17. Platz. Ohne die drei Podiumsbelegungen von Sanchez bliebe gar nur der letzte Platz, wenn man nur die Starts bei den Klassikern besieht. Insgesamt acht Fahrer sind in der Einzelwertung zu finden. Damit ist man nicht das schlechteste Team. Sie sammelten 283 Punkte, damit wäre man Vierzehnter im Vergleich zu den anderen Rennställen geworden.





*** Grinsend in der Startaufstellung: Landaluze



Wie sehr man aber vom Abschneiden von Sanchez abhängig ist, belegt sein zweiter Rang in der PT-Wertung. Er strich 213 Punkte ein. Nur 70 weitere PT-Zähler verteilen sich auf die übrigen Fahrer, weshalb die Meinung, dass Euskaltel eigentlich nicht in die PT gehört, weitere Nahrung erhält, da auch die Muffeligkeit bei der geringen Menge an Tagessiegen auffällt. Manchmal bleibt unklar, welche Ziele die Equipe mit ihrer Teilnahme an der PT verfolgt – das gilt besonders, aber nicht nur für die Kopfsteinklassiker. Im Gegensatz zu Française des Jeux und Bouygues Telecom allerdings schaffen die Akteure auch mal gute Resultate außerhalb ihres Heimatlandes (von Florencios Sieg in San Sebastian abgesehen).

 

Übrigens: Zubeldia ist als zweiter Euskaltel-Fahrer auf dem 72. Platz zu finden. Hoffnungsträger Anton wurde 108. Landaluze (138.) und Mayo (149.) folgen. Herrero (165.), Flores (175.) und Fernandez (204.) komplettieren das Oktett in der PT.



Top Acht

Sanchez – Zubdelia – Anton – Mayo – Herrero – Landaluze – Isasi – Fernandez





** Isasi fein gemacht: Im Anzug Platz 7 der Top Acht abgestaubt



1. Samuel Sanchez: Er räumte mit zwei Etappensiegen bei der Baskenland-Rundfahrt und mit dem zweiten Rang beim Fleche Wallone im Frühjahr ab. Bei der Vuelta wurde er Siebter und schaffte einen Etappensieg. Schließlich triumphierte Sanchez noch in Zürich und wurde bei der Lombardei-Rundfahrt Zweiter. Wo stände Euskaltel ohne den 'unechten Basken', der Zweiter in der PT wurde?

2. Zubeldia: Er wurde bei der Tour Neunter und deutete an, warum er 2003 noch weiter vorne in Frankreich landete.

3. Anton: Eine Bergankunft bei der Vuelta gewann er und wurde Fünfzehnter bei der Landesrundfahrt. Ihm könnte die Zukunft gehören, aber solche Hoffnungen hatte man auch bei anderen Fahrern schon geäußert.

4. Mayo: Licht und Schatten wechselten sich ab. Bei der Tour und Vuelta mal wieder Totalausfall, dafür gelang ihm aber ein Etappensieg bei der Dauphine Libéré. Als Rundfahrtskapitän bei GTs ein Auslaufmodell, dafür aber blitzte sein Können bei der Asturien-Rundfahrt als Sieger auf.

5. Herrero: Bei der Tour de Suisse fehlte das Quäntchen Glück für einen Etappensieg, zeigte aber bei der Baskischen Woche, dass er es kann.

6. Landaluze: Den Anspruch, als Kapitän die Meriten bei Rundfahrten einzufahren, konnte der Gewinner der Dauphine Libéré 2005 erwartungsgemäß nicht untermauern. Dafür gab es zwei dritte Etappenränge bei GTs.





** Sanchez und Anton: beim Einkaufen?



7. Isasi: Seine unermüdlichen Bestrebungen nach PT-Punkten wurden bei der Tour de France belohnt. Einmal Etappendritter.

8. Fernandez: Er ist vielleicht die baskische Hoffnung für künftige Sprint Royales.

 

Keine Gnade fanden:

* Laiseka: Eine ansprechende Karriere geht zu Ende. Erntete Lacherfolge bei seinem verhinderten Gewinn der Bergwertungspunkte beim Giro – ansonsten durch Verletzung gehandicapt.

* Gonzalez: Wo war Gorka 2006?

* Camaño: Er nutzte nicht die Chance, sich auch mal in den vorderen Positionen zu zeigen. Platz 34 bei der Tour de France.



Ausblick

Das Jahr eins nach...

2007 steht ein teilweiser Neuanfang auf dem Programm. Mayo hat Euskaltel verlassen. Inwiefern dieser Verlust bedauerlich ist, kann man unterschiedlich beurteilen. Nach 2003 blieben die großen Ergebnisse aus. Von einem potentiellen Armstrong-Herausforderer degenerierte er zum mitleidig belächelnden Pedalisten, der vergeblich versucht, dem Autobus hinterherzujagen. Sicherlich gab es 2006 Hoffnungsschimmer, aber er zählte nur vereinzelt zu den Stützen des Teams. Er will nun bei Saunier Duval - zusammen mit Iker Camaño - an alte Zeiten anschließen und Simoni wertvolle Hilfe auf dem Weg zum Giro-Sieg leisten. Er hinterlässt viele Fans und Anhänger, die sich wundern, wie ein Fahrer wie er scheinbar von einem Tag auf den anderen das Radeln verlernt hat.





*** Dreht dem Team in 2007 den Rücken zu: Herrero



Auch der alte Recke Laiseka wird nicht mehr das Trikot der Equipe tragen. Er beendete seine Karriere. Nachdem er von einer Verletzung nicht wieder genesen ist, entschloss er sich zum Aufhören. Er war gerade in der Not einer der Fahrer, die das Ruder noch einmal umrissen - wie z.B. in der Vorsaison bei der Vuelta. Zwei Fahrer mit steigender Leistungskurve kehren ebenfalls dem Rennstall einer baskischen Telefongesellschaft den Rücken. Herrero konnte auch im zweiten Anlauf die Teamleitung nicht von sich überzeugen. Er geht zum neu gegründeten Rennstall Karpin-Galicia. Lopez schließt sich Caisse d'Epargne an, damit geht Euskaltel sicherlich ein Fahrer mit Potential verloren. Weniger schwer wiegen da die Abgänge von Gorka Gonzalez, Joseba Albizu und Iker Flores.



Gorospe scheidet aus der Mannschaftsleitung aus. Statt seiner wird der Posten des Sportdirektors von Ion Odriozola bekleidet. Als technischer Direktor fungiert demnächst Igor Gonzalez de Galdeano. Sein Name – und das stimmt bedenklich – ist auf der Liste der verdächtigen Patienten von Fuentes aufgeführt. Es ist mehr als nur bedauerlich, dass sich der Rennstall den Dopingbeschuldigungen zum Trotz für eine Installation von IGG entschieden hat. Das stärkt nicht das Vertrauen in das Team, darüber muss man sich in den Zeiten, in denen der Radsport einer ungewissen Zukunft entgegen sieht, im klaren sein. Eventuell bietet alleine diese Personalie Aufschluss darüber, wie wenig sensibel das Thema Doping in Spanien bisher verstanden wird.





*** Lopez im Wertungstrikot beim Criterium International



Eine Kehrtwende wäre dringend vonnöten. Der Rennstall kann nicht den Eindruck vermitteln, in dieser Frage eine eindeutig ablehnende Haltung zu haben. Als Indiz für diese Behauptung ist das Abstimmungsverhalten in der ICPT zu erkennen, wo eben nicht für den Ausschluss von Discovery Channel votiert wurde.

 

Da fällt der Blick auf die Verstärkungen für die neue Saison schwer, dennoch soll die Thematik Doping im Moment verlassen werden. Es konnten wieder einige Basken angeworben werden. Diese haben sich z.T. in der Vergangenheit schon mit beachtenswerten Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht oder versprechen noch einige interessante Optionen für die Zukunft zu sein.

 

Von einem PT-Team kommt Mikel Astarloza. Er verließ Ag2r Prévoyance, um durchaus vorhandene Stärken bei Rundfahrten bei dem kleinen Team zu optimieren. Als Kapitän oder Co-Kapitän für den Giro wäre er eine gute Wahl. Ihm wird die Integration aus sportlicher Sicht schnell gelingen. Ebenso kann man von Jon Bru etwas verlangen. Er zeigte sich in den letzten zwei Jahren für gute Resultate im Trikot von Kaiku verantwortlich und brennt darauf, die guten Ergebnisse künftig in orangem Outfit zu zeigen. Er brachte Dioni Galparsoro mit, der zuvor schon einmal für Euskaltel fuhr. Dass sich seine Ziele mit denen der Equipe nicht vereinbaren lassen könnten wie im Falle von Herrero, die Gefahr sieht Galparsoro nicht. Zudem kommt auch Jorge Azanza von Kaiku.





***** Mikel Astarloza: Bei der TdF 2006 schon in Teilzeit bei Euskaltel unter Vertrag?



Zwei Akteure, die bei Professional Teams außerhalb Spaniens sich einen Namen machten, sind Aitor Galdos und Amets Txurruka. Galdos verließ Panaria, wo er als endschneller Fahrer wertvolle Erfahrungen sammelte und vielleicht auch mal für Siege in Frage kommt. Txurruka konnte sich bei Barloworld im Schatten von Igor Astarloa entwickeln und wies bei einigen Eintagesrennen nach, dass künftig auf ihn geachtet werden muss. Daneben kommen noch einige Talente, bei denen man abwarten muss, inwiefern sie Fuß fassen können.

 

Welche Ziele hat der Rennstall? Natürlich muss sich an der sportlichen Ausbeute etwas ändern. In der Saison 2006 übertüncht und verdeckt das Abschneiden von Sanchez viele Mängel und Ausfälle. Dass er 2007 abermals so viele Freiräume erhält, dürfte nicht zu wahrscheinlich sein. Und wer weiß, ob die Leistungen der vergangenen Saison reproduzierbar sind? Deswegen müssen andere Fahrer in die Pflicht genommen werden. Durch den Abgang von Mayo haben sie einen weiteren Grund weniger, ihre Erfolglosigkeit auf die Hilfsdienste für den ehemaligen GT-Kapitän zu schieben.



So wird man gebannt auf Anton achten, ob dessen Etappenerfolg bei der Vuelta die Etikette "Eintagsfliege" oder "Dauerbrenner" verdient. Von ihm verspricht sich auch Sanchez Unterstützung und Entlastung, wenn 2007 die Karten neu gemischt werden. Es ist auch im Interesse von Sanchez, dass sich die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Selber wird Sanchez versuchen, bei den Hügelklassikern und den Rundfahrten zu brillieren, aber ein GT-Kapitän im klassischen Sinne ist er nicht. Deswegen darf Zubeldia als GT-Kapitän in die Bresche springen.

 

Gerade von den Neuzugängen darf man hoffen, dass sie sich gut bewähren. Bru z.B. schaffte 2005 bei der Klasika San Sebastian den fünften Rang. Eine Wiederholung oder Steigerung ist erwünscht. Aber auch Galdos und Txurruka gelten die Hoffnungen. Ob des vorhandenen 'Materials' dürfen sich besonders Landaluze, Isasi, Luengo und Verdugo in die Pflicht genommen fühlen, auch von ihnen hängt es ab, ob die sportlichen Kritiker zum Schweigen gebracht werden.






* Mäßig erfolgreich im Zeitfahren -



trotzdem nett anzusehen: Euskaltel Euskadi



Dass die anderen Misstöne bezüglich des Dopings verstummen, dafür müssen neben den Fahrern auch die Verantwortlichen sorgen. Eine Läuterung von IGG wäre nicht im Sinne von Euskaltel wünschenswert. Denn der Autor möchte gerne der baskischen Equipe die Daumen drücken, ohne an deren Sauberkeit zu zweifeln. Lieber sich im Schmutz von Paris-Roubaix wälzen denn an der klinischen Sterilität von unlauteren Substanzen zu verdrecken, das wäre ein Wunsch.


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