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Vom Nini, das auszog, das Fürchten zu lehren - Teil 2



5. Der Abschied

Sonne für ein Abschiedsrennen...

Drei Wochen später war ich wieder da, mit neuem Heim und Job im Westen und einer Woche Zeit für meine Abschiedstour. Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, ich würde so sang- und klanglos abhauen? Wie praktisch, dass gerade Chemnitzer Radsporttage waren... Es war der 16. Juli 2006, als ich mich mit dem Rennrad auf dem Weg zum Bahnhof machte (wieder mit 2 Kilo Gummibärchen im Gepäck). Nun könnte man ja vermuten, es hätte irgendwas mit Chemnitz zu tun, wenn es schon Chemnitzer Radsporttage heißt, aber weit gefehlt: Das erste Rennen war irgendwo im Nirgendwo zwischen Chemnitz und Leipzig. Weit und breit kein Bahnhof. Was mir auch nichts genützt hätte: Wie immer an solchen Tagen war die Strecke wegen Personenschadens gesperrt.



Es wird mir fehlen!

Gut, dass ich mein Radl dabei hatte. Schlecht, dass ich total untrainiert bin und da überall Berge sind. Gut, dass ich drei Stunden bis zum Start hatte und mich, bis die Jungs kamen, wieder halbwegs in ein menschliches Wesen verwandeln konnte. Wenn ich schon Abschied nehmen musste, dann wollte ich wenigstens noch ein paar Leuten das Herzchen brechen. Oder zumindest vermisst werden, wenn ich nicht mehr da sein würde. Also noch mal alle mit Gummibärchen bestechen. Dabei kam es zu herzzerreißenden (oder eher "gummibärchentütenzerreißenden") Szenen, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Äh... jedenfalls... es war ein lustiges Rennen, ich wurde von Karli Friedrich vorzüglich unterhalten. Ach ja, und mein Fan war da. Der hatte mir nach der U23-Zeitfahr-DM Fanmails geschrieben – danke, Süßes! Hoffi und Thielchen waren mit sich beschäftigt (ihr seid sooo süß zusammen! *fiesgrins*), und ich wurde genötigt, mich von zwei der süßesten Leipziger Jungs zum Bahnhof mitnehmen zu lassen – danke...



Männer und Handarbeiten - immer wieder faszinierend...

Nach einem Abend unter feiernden Menschen beim Sachsenring-Motorrad-GP in Hohenstein-Ernstthal, das zufällig meine Heimatstadt zu sein pflegt, landete ich dann doch in Chemnitz für Teil 2 der Chemnitzer Radsporttage, wenn auch in einem nicht gerade aufregenden Gewerbegebiet. Naja, wenigstens war es hübsch grün. Und wen kümmert es, wenn man von hübschen Magdeburgern mit "Hast du heut' auch Gummibärchen mit?" begrüßt wird. Hach, ich bin doch zu was gut! Mit einer Träne im Knopfloch wandelte ich umher, um ein letztes Amateurrennen als Ossi zu genießen und wurde von meinem Fan getröstet, der, als ich mich gerade von den Wurzis verabschiedete, aus dem vorbeifahrenden Auto sprang und mir Schoki und Knusperflocken (echt Ost-Knusperflocken!) zusteckte... so rührend! *schluchz* Danke.



6. Sommer, Sonne, Sachsentour

Spaß bei der Präsi

Und Spaß. Vor allem, wenn man schon angetrunken zur Präsi kommt. Aber von vorn... Seit 2003 gehört die Sachsentour zu den Nini-Pflichtrennen. Sie ist einfach toll, gut besetzt, und es ist immer gutes Wetter. Soviel zur Theorie. In der Praxis sah das ganze zwar etwas anders aus, aber wenn man nur noch eine Woche in Freiheit hat, bevor der Ernst des Lebens anfängt, nimmt man alles, was man kriegen kann. Und seien wir mal ehrlich: Es waren sechs wirklich spannende Tage. Mit Sonne. Mit Spiel, Spaß und Überraschungen. Und was zum Naschen... Die Präsi war wie immer in der Altstadtgalerie in Dresden. Wie immer konnte man beim Warten auf die Präsi im Sportscheck Tour de France gucken und sich von netten Herren, die erstaunt waren, dass es weibliche Radsportfans gibt, auf 'nen Kaffee einladen lassen. Wie immer konnte man bei der Präsi keine Fotos machen, weil sich wie immer die Sonne direkt hinter der Präsi-Bühne tummelte. Die Jungs hatten allerdings ihren Spaß, und die Intels hatten wohl zuviel Energie übrig von der langen Anfahrt, jedenfalls kam es zu ekstatischen Begeisterungsstürmen des Publikums angesichts des Komikertalents meiner Polen... jaja, man lernt nie aus...



Die "Steile Wand". Ziemlich steil...

Der nächste Morgen begann mit Sonne und einer Hitze, die mich zu für Radrennen eher unpraktischer Kleidung zwang. Ich hatte einen langen Tag und eine lange Tour vor mir und hielt mich vorerst mit Fotos zurück. Ich hatte ja noch vier Tage... Erstmal die Lage checken. Den Großteil des Morgens verbrachte ich bei den Sparkassis, wo mich eben jener Ex-Zetti-Masseur Jan erwartete, von dem ich dachte, ich sehe ihn nie wieder. Mir wurde erklärt, Richard Faltus hätte ihn mitgeschleppt, und als ich mich bei ihm dafür bedankte, wurden meine Worte in etwas veränderter Form an Jan weiter gegeben (so gut versteh ich dann doch noch Tschechisch) – kein Wunder, dass der Junge rot geworden ist... ;) Die Nationalteam-Jungs standen ein wenig verloren herum und warteten auf ihr Teamfahrzeug, und ich hatte die Gelegenheit, Robert Bengsch ein wenig zu erziehen. Außerdem hatte ich noch ein Date mit Mads Kaggestad und dem Bonbon, und die übliche Wiedersehensszene mit Glasi und seinem Handy. Und meine Intels und vor allem der arme kleine Bodnar konnten sich schon mal auf fünf Tage Nini einstellen – irgendwie wirkte er sehr verängstigt – woran das nur liegen mochte? *harhar* Nach dem Start überließ ich die Jungs ihrer Arbeit, um noch mal eben schnell in Leipzig auf meiner Radrennbahn vorbeizugucken. Oh, wie wird mir das fehlen!



Sommer, Sonne, Sachsentour, Stubbe...

Um mal auszuschlafen, reduzierte ich meine zweite Etappe auf das Ziel in Meerane. Ab und zu die Steile Wand zu besuchen kann nicht schaden. Auch wenn sie mit drei Omas als Zuschauern weniger beeindruckend war als mit 3000 zur Friedensfahrt. Wir saßen also oben und warteten. Der Voralberg-Charly war dabei, und diejenigen unter euch, die ihn kennen, wissen, was das bedeutet: "Du bist bei einem Cappuccino die Schokostreusel auf dem Milchschaum..." Dani von CSC war auch dabei, und so hatten wir drei unseren Spitznamen für den Rest des Jahres weg. Noch heute kommt es vor, dass ich nichtsahnend auf nem Rennen herumhänge und mir aus dem CSC-Bus ein "Cappuccino!" entgegenschallt... Irgend jemand gewann dann auch das Rennen, leider bekamen wir davon nichts mit, weil man uns verheimlicht hatte, dass die zweite Zielrunde gestrichen worden war. Immerhin hat es noch zur Siegerehrung gereicht, und zur Erkenntnis, dass der Bodnar ausgestiegen war. Gerüchte, die behaupten, das hätte irgendwas mit meiner Anwesenheit zu tun, weise ich strikt zurück. Er ist einfach nur feige *fiesgrins*.



Was auch immer sie uns damit sagen wollen...

Nach einer spannenden Rückfahrt, bei der ich einen armen Heidenauer zuerst in die falsche Richtung geschickt und dann noch gezwungen habe, mich zu einem Eis einzuladen, nahte der Freitag. Ich nutze den Morgen, um mit meiner besten Freundin nach Chemnitz zu fahren und ihr ein wenig die Welt der shaved legs zu zeigen, bevor sie sich in den Schulalltag stürzte und ich mich in die dritte Etappe der Sachsentour. Die begann sehr gemütlich mit Kaffee, guter Laune und dem Nationalteam. Die nahmen mich dann auch mit zur Verpflegung, wo ich einer Kiste Eis weichen musste und an Voralberg abgeschoben wurde. Vorher wurde ich allerdings noch Darek vorgestellt, einem von den Gerol-Polen, der sich fortan mit den Intels um mich stritt. Naja, wenn es ihnen Spaß macht... Irgendwann kam dann auch das Feld herangebummelt, und wir konnten uns auf den Weg nach Riesa machen, wo Andy Schleck die Etappe vor Marek Rutkiewicz gewann und meine größte Sorge darin bestand, zum Bahnhof zu kommen, um auf einen KiBa nach Leipzig zu fahren. War übrigens lecker...



Samstag Morgen hab ich erst mal verpennt und kam eine Stunde später als geplant zum Zeitfahren. Was das ganze aber auch nicht spannender gemacht hat. Zwei Stunden ertrug ich den schrecklichsten aller Streckensprecher, kaufte mir alle 20 Minuten ein Eis, um nicht zu verdunsten, und schwänzte die Siegerehrung, um mit den Sparkassis und tschechischem Bier nach Dresden zu fahren und unterwegs von Eryk und Jan mit bescheuerten polnisch-tschechischen Witzen überhäuft zu werden. Das ging am Abend weiter, da stand nämlich die legendäre Elb-Dampferfahrt mit Teams und Helfern auf dem Programm. Also, eigentlich lief das ganze so ab: Alle wurden auf das Schiff gestopft. Die Jungs hatten eine Stunde Zeit, sich den Bauch vollzuschlagen und wurden dann vom Schiff gejagt. Dann durften wir, während wir ablegten, die Reste verzehren und uns einen lustigen Abend machen. Das wurde es auch, zumal CSC und Intel an Bord geblieben waren, während der Rest in seinen Hotelbetten schlummerte. Nach einem Sekt mit Credit, einem Cappuccino mit CSC, einem Bier mit Andy Schleck und mehr als einem Wein mit Eryk und Jan kamen wir irgendwann wieder nach Dresden, wo wir von Menschenmassen erwartet wurden, die dicht gedrängt an der Elbpromenade standen. Dann erfuhren wir, dass es anlässlich des Stadtfestes eine Lightshow geben sollte, die sich allerdings als etwas surreal und mickrig erwies, sodass wir auf alternative Unterhaltungen zurückkamen, die wenig mit Licht und noch viel weniger mit Schlaf, dafür aber viel mit Alkohol zu tun hatten...



Und dieses Monstrum steht jetzt auf meinem Boden... also, neee, nicht Vladi...

Dementsprechend ruhig war der nächste Morgen. Es sollte der letzte Tag der diesjährigen Sachsentour werden, und er begann mit Regen. Das besserte sich allerdings bald, im Gegensatz zu meiner Motivation. Ich war ganz froh, als der Start vorbei war, und ging mit Dani Cappuccino trinken. Und wartete auf die c4f-Jungs, die das Jedermann-Rennen gefahren waren. Irgendwann kam crn mit Hungerast und halbtot ins Ziel. Während er sich wieder erholte, erfuhr ich, was die chinesischen Schriftzeichen, die Mariusz Witecki auf dem Oberarm tätowiert hat, bedeuten: „Tütensuppe in 5 Geschmachsrichtungen“...ah ja... Jedenfalls gewann Andy Schleck mal wieder die Etappe, ich verabschiedete mich brav von Tom Stubbe (ach Tom *soifts*....), und flirtete während der Siegerehrung ein bisschen mit Vladi Gusev, der die Rundfahrt übrigens gewonnen hatte. Und das war es auch schon fast wieder gewesen – abgesehen davon, dass ich von den Discos mit Siegerehrungsbier abgefüllt und mir in Gusevs Abwesenheit sein abgrundtief hässlicher Siegerehrungskranz geschenkt wurde, der ungefähr so kleidsam ist wie ein Hinkelstein – und genauso handlich. Glücklicherweise hatte ich crn mit Rennrad und Radklamotten dabei, und so fiel ich nicht ganz so sehr auf, als ich mich auf den kilometerlangen Weg durch die Dresdner City zum Bahnhof machte. Vorher jedoch musste ich mich noch von Dani verabschieden. Der grinste mich an, drückte mir ein Bündel Textil in die Hand und meinte: „Hier. Für dich. Ein Souvenir. Die Socken von Fabian Cancellara. Kannst du bei ebay versteigern !“



7. Die Sache mit Vla...

Da hätte ich als Fahrer auch Angst...

Als ich in den Westen kam, hatte ich keine Ahnung. Im Osten gibt es so was wie Nach-Tour-Kriterien nicht, und so ahnte ich nichts schlimmes, als Mara mich nach Neuss schleppte, zu "irgend so 'nem Kriterium". Und dann stand plötzlich der Bodek vor mir. Diesmal war er sogar weniger geschockt als ich... Naja, zwischen den ganzen Milrams, Gerols, Timos und Co. war der Bodek noch das geringste Problem. Bald fand ich Gefallen an diesem Rennen und spätestens als mich Frösi von der Präsi-Bühne aus verarschte, fühlte ich mich zu Hause... 90 Runden Rumgeschäkere mit Christian Müller taten ihr übriges. Außerdem hab ich jetzt endlich mit eigenen Augen gesehen, wie man ein gutes Kriterium inszeniert. Wenn ich groß bin, schreibe ich auch mal Nach-Tour-Kriterien-Drehbücher.



Nini und der "Ich krieg euch nicht aufs Bild"-Trick

Es war der 28. Juli 2006, und ich saß im Zug nach Hamburg. Hier wollte ich mich erstens mit Mara, Ninchen und Ilka treffen und zweitens Piotr Mazur besuchen. Ilka und Ninchen holten mich vom Bahnhof ab, wir tummelten uns ein wenig in der Stadt herum und fuhren dann zum Holiday Inn, wo Mara schon auf uns wartete. Übrigens – dramaturgisch wichtig – hatte sie sich während das Wartens auf ein Gespräch mit Vladi Gusev eingelassen, eben jenem Discovery-Russen, der gerade die Sachsentour gewonnen hatte. Wir lungerten herum, wie Chicks eben herumlungern (ein Augenschmaus für jeden Beobachter...) und observierten von der Bar aus, die in der Lobby des Hotels in einer Art Hexenhäuschen untergebracht war, das Abendbuffet und die es plündernden Radler. Das mag alles ganz harmlos klingen, wenn man allerdings den von vier Chicks produzierten Lautstärkepegel errechnet und vor allem der Tatsache gedenkt, dass Ilka dabei war, kommt man zu einem Ergebnis, das für wen auch immer ziemlich peinlich gewesen sein muss. Nach dem Essen sonnten die Jungs sich draußen vor dem Hotel, und ich suchte vergeblich nach Piotr (oder Peter) Mazur.



Vladi und Fabrizio, das "Duo Infernale"

Schließlich schleifte mich Mara zu den Sauniers, um zu fragen (ich bin ja bis heute erstaunt, dass sie tatsächlich verstanden haben, was wir wollten), und wir erfuhren, dass "Peterchen" schon im Bettchen war. Dafür wurden wir von Giosue Bonomi und seinen romantischen Erzählungen vom Meer unterhalten. Bis Vladi auftauchte. Zusammen mit Fabrizio Guidi – ein verheerendes Duo. Ich weiß nicht mehr genau, wer schuld ist. Ich glaube, Mara wollte mit Vladi reden und ich bin mitgekommen – irgend jemand muss ja auf die arme Kleine aufpassen – und es endete damit, dass Mara zu schüchtern war und ich mit Vla reden musste. Und irgendwann mit ihm und Fabrizio ein Bier trinken musste. Nähere Einzelheiten jenes interessanten Abends erspare ich euch lieber.



Mein Peterchen...

Jedenfalls schaute ich mir, anstatt zu schlafen, Hamburg an, und lernte Marco kennen, einen Gio-Bonomi-Verschnitt, der dreimal so schnell redet wie jeder andere Mensch. Mit Diskussionen über Linguistik, finnische Saunen und was passiert, wenn einem Italiener in Hamburg der Rucksack geklaut wird, graute der cyclassische Morgen, und ich machte mich auf den Weg, Kian, Svenni, Mara, Ilka, Ninchen und Flizzy zu finden. Ich fand sie, und wir verbreiteten Furcht und Schrecken unter den ProTour-Teams, wie sich das für eine anständige Horde Chicks gehört. Naja, und dann war da noch die Ohrringszene, die ich angesichts der Altersfreigabe von c4f hier nicht näher erläutere, die aber, wenn ich einmal tot bin, in meiner Biographie zu lesen sein wird. Irgendwann besuchte ich dann doch noch den Mazur (der leider im Saunier-Trikot nur halb so sexy aussieht wie im durchsichtigen Zeitfahr-Meister-Anzug) und wurde beim Start in ein vorbeifahrendes Gerolsteiner-Auto gezogen: Es waren die beiden Gerol-Polen Darek und Slawek. Also war ich für den Rest des Tages mit dummen Witzen und Milchshake versorgt, und hatte drei Verpflegungen lang Zeit, Fotos zu machen. Außerdem übte ich mich bei Euskaltel und Caisse in Kommunikation via Gummibärchen und hatte etwas, das man einen rundum lustigen Nachmittag nennt. Auch wenn der Abschied traurig war, diese zwei Tage werden ewig unvergessen bleiben... Und sie sollten nicht spurlos an einigen der vorkommenden Personen vorbeigegangen sein, was sich schon am nächsten Tag zeigte:



Der Spaß kommt auch bei Regen nicht zu kurz...

Bei der Teampräsentation der Deutschlandtour.

Naja, da zeigte sich noch nicht so viel, außer dass gewisse Spanier einen Clown zum Frühstück verschluckt hatten und dass das Licht in Düsseldorf in jener Stunde genau perfekt war, um wunderschöne Fotos zu machen.

Am nächsten Tag stand das Prolog-Zeitfahren an, und ich eilte nach der Arbeit nach Düsseldorf, um im strömenden Regen hübsche Radler zu gucken - und vor allem den Mazur wieder in Zeitfahr-Klamotten *sabber* *hihi*. Vor dem Prolog gaben wir noch die üblichen „Na, wer gewinnt heute?“-Tipps ab. Mein Tipp: Vladi Gusev. Konnte ja keiner ahnen, dass er dann tatsächlich gewinnt. Ich wartete mit Mara, um Vladi zu gratulieren (war ja schon auffällig, dass er ständig gewinnt, wenn ich da bin ;) ), und bekam eine Art Siegerehrungkuss, auch wenn Mara das anders sieht und den Rest des Tages mit offenem Mund herumgelaufen ist... Am Mittwoch war ich noch am Ziel in Bielefeld, aber da nichts aufregendes passiert ist, nutze ich den Platz lieber (ist immerhin ein Chickbericht), um der Welt mitzuteilen, dass Volo Bileka ein absolut hübscher Kerl ist!



8. Ein ganz normales Wochenende

Da ich in Neuss einigermaßen Spaß an Nach-Tour-Kriterien entwickelt hatte, verbrachte ich Freitag, den 4. August, nach der Arbeit in Hamm, zusammen mit radsportfan, maillot jaune und zabelfan. Es war zwar nicht ganz so spektakulär besetzt wie Neuss, aber man wird hier auch ziemlich schnell verwöhnt ;). Außerdem regnete es, was Jonas Owczarek allerdings nicht davon abhielt, 30 Sekunden vorm Start des Rennens seinem Hobby „Nini belabern“ nachzugehen und dabei festzustellen, dass sein Rad irgendwie kaputt ist... Wie auch immer, Frösi gewann das Rennen. Anscheinend hatte er genau so Heimweh wie ich, dass er nass und zitternd noch mit mir Exil-Ossi quasseln musste.



Sparkassengiro Bochum

Am Sonntag landete ich in Bochum zum Sparkassen-Giro, einem Rennen voller von Nostalgie: Hier hatte ich mein erstes Gummibärchen mit Pavel Zerzan gegessen. Hier hatte alles angefangen... Inzwischen waren drei Jahre vergangen und Pavel war von der Bildfläche verschwunden, dafür hielt ich mich an die anwesenden Sparta-Tschechen, Tomas Konecny und Franta Rabon. Letzterer bekam dann auch die Pavel-Zerzan-Gedenk-Gummibärchen, und ich war wieder einmal erstaunt, dass ich erstens Franta total gut verstehe, wenn er tschechisch mit mir redet, obwohl ich eigentlich alles vergessen habe, und vor allem dass ich tschechisch sprechen kann, wenn ich mit ihm rede. Selbst Sachen, die ich noch nie konnte! Ein Phänomen, dieser Kerl... Und dann war da noch eine Szene mit den Eons. Ich hatte sie ja irgendwie das ganze Jahr nicht beachtet (jaaa, ich schäme mich...), aber da mir gerade langweilig war und die Jungs so alleine da rumsaßen, beschloss ich, sie mir einmal näher anzugucken. Die nachfolgende Szene offenbarte mir unvermittelt die Vorteile meines neuen Beschäftigungsverhältnisses: Nini und Schwagi beim Labern. Nini schreibt nebenbei den HP-Link für Nico Graf auf. Schwagi irgendwann: "Was machst'n du eigentlich im normalen Leben? Außer auf Radrennen rumhängen..." – Nini: "Bin Konditorei-Azubi" – Schwagi: "Boar! Du bist eingestellt!" – Nico: "Schreibste deine Handynummer dazu?"...



Am nächsten Tag verschlug es mich nach Unna, wo ungefähr die gleichen Leute fuhren wie immer - vor allem Frösi, Bengsch, Owczarek, Hebik. Man könnte sich glatt daran gewöhnen, die vier öfter zu sehen als seinen Klassenlehrer... Nachdem - wie sollte es in Unna anders sein – Erik Zabel vollkommen überraschend gewann, wurde ich auf dem Bahnhof von einem netten jungen Herrn wegen meiner Kamera angesprochen. Da wir zufällig den gleichen Weg hatten und zufällig mal wieder "Personenschaden" war, hatten wir viel Zeit, festzustellen, dass er mit seinen Fotos nicht nur Geld verdient, sondern auch noch Amateurfahrer war (und sein wird) und zu alledem noch auf meine Schule geht. Joe, ich bin echt dankbar, dass ich Dich getroffen habe, du Freak! Zufall war das nicht...


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