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Saisonbilanz Russland




Ein geographischer Nachbar der Kasachen wirkt im Fahrerfeld noch präsenter. Jahr für Jahr gelingt es den Russen, sich auf den vorderen Plätzen der Veranstaltungen einzufinden. In der Vergangenheit waren es beispielsweise Pavel Tokov und Vjatcheslav Jekimow. Zum eigenen Rennstall, der auch Konkurrenzfähigkeit auf höchstem Niveau nachweist, hat es bisher noch nicht gereicht. Die Versuche mit Itera und Lokomotiv sind diesbezüglich vorerst als gescheitert zu betrachten. Aber man sollte deswegen Bemühungen aus Russland in Bezug auf ein eigenes Team nicht abschreiben. Was nicht ist, kann immer noch werden.

 





Denis Menchov

Einem ihrer Staatsangehörigen gelang ein großer Wurf in die richtige Richtung. Denis Menchov feierte den Gesamtsieg bei der Vuelta. Dass dieser erst durch die nachträgliche Disqualifikation von Roberto Heras zustande kam, der des Dopings überführt wurde, ist ein Schönheitsfehler. Somit erstrahlt dieser Erfolg von Menchov nicht im hellsten Glanz, was nicht seine Schuld ist, da er zwei Etappen gewinnen konnte.

 

Menchov darf als der stärkste russische Fahrer des vergangenen Jahres angesehen werden, der außerdem Dritter bei der Tour de Romandie wurde. Bei der Baskenland-Rundfahrt verfehlte er als Elfter um Haaresbereite Pro Tour-Zähler.

 





Vladimir Karpets

Vladimir Karpets war mal ein ehemaliger Teamkollege des Vuelta-Siegers. Während Menchov 2005 zu Rabobank wechselte, hielt Karpets dem Banesto-Nachfolger Illes Balears die Treue. Beim Giro bekleidete er die Kapitänsrolle und zog sich durch gute Zeitfahren und dem siebten Gesamtplatz achtbar aus der Affäre. Lediglich bei der Tour de France konnten beide aufgrund unterschiedlicher Gründe nicht entsprechend in das Renngeschehen eingreifen.

 





Alexandre Botcharov

Es gab allerdings noch einen dritten Fahrer, der bei einer GT im Gesamtklassement Punkte für die Pro Tour sammelte. Alexandre Botcharov wurde bei der Vuelta 20. . 

 





Sergej Ivanov

Ein weiterer Russe platzierte sich bei einer Rundfahrt in den Top Ten. Sergej Ivanov wurde bei dem Unternehmen Benelux-Tour Zehnter. Ivanov glänzte außerdem bei der Flandern-Rundfahrt, wo er durch seinen neunten Rang seinem Team T-Mobile ein gutes Mannschaftsergebnis ermöglichte.

 

Zudem ließ er seinen Landsmann Vladimir Gusev hinter sich, der Zehnter werden konnte. Der Klassiker in Flandern blieb der einzige, bei denen sich die Russen effektiv in Szene setzen konnten. Gusev blieb zwar bei acht Klassikern bester seines Landes, allerdings fand er sich mehrfach auch auf hinteren Plätzen wieder. Bei Paris-Roubaix und Paris-Tours hingegen verpasste er durch jeweils 12. Plätze knapp Punkte für die Pro Tour-Wertung. 



Zieht man jetzt über die Teamgrenzen hinweg ein Fazit, so mussen die realisierten Erfolge positiv festgehalten werden. Eine günstige Leistungsentwicklung des russischen Radsportlers zeigt sich, wenn ein Landsmann im Team ist. Von daher scheint es Interessen der Rennställe zu geben, jedem guten Russen „seinen Jakowlew“ als Adjutanten zu spendieren. So unterstützte Alexandr Kolobnev Menchov bei Rabobank oder Jekimow und Mikhailov sind seit Jahren bei Discovery Channel. Zu ihnen wird Gusev stoßen. Karpets erhält zur kommenden Saison Vladimir Efimkin als neuen Mitstreiter.

 




Alexandr Kolobnev



Vladimir Efimkin



Bisher zeigten sich die Russen als Exportschlager, aber es wäre schon interessant zu sehen, wie sich ein russisches Team in der Pro Tour schlagen könnte. Aber das ist momentan doch noch Zukunftsmusik.


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