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Wer ist top, wer ist flop?

Tick's Blick, 13.04.05, Übersetzung von Raubkatze

 

Nun, es gibt sicherlich nichts mehr über den im Moment besten Fahrer zu sagen, Tom Boonen, außer vielleicht: wieso hat er Flecha und Hincapie so lange an seiner Seite gelassen? Und wird er auch in der Lage sein, Lüttich-Bastogne-Lüttich und das Amstel Gold zu gewinnen? Und wenn nicht, wieso nicht? Und was ist mit dem grünen Trikot bei der Tour und dem Weltmeistertitel? Es bleibt nur zu hoffen, dass er emotional und psychisch stabil genug ist, um mit dem ganzen Erfolg, dem Druck, den Medien und den ganzen Rummel umzugehen.

 

Im letzten Jahr hat Armstrong einmal was darüber gesagt, wenn sein Erzrivale schon so früh im Jahr in guter Form sei, würde er das bemerken und sich sofort hinsetzen und ein paar zusätzliche sit-ups machen. Es war als kleine Stichelei gegenüber seinem Rivalen Jan Ullrich gemeint, der zu der Zeit ganz eindeutig nicht in Form war, im Gegensatz zu Armstrong. Dieses Jahr ist es aber wirklich Armstrong, der die sit-ups benötigt.

Nachdem er bei Paris-Nizza ausgestiegen ist (zu kalt und nass), ist er in einigen Rennen nur so im Hauptfeld mitgerollt ehe er in die USA zurückkehrte: wenn er es nicht schaffen wird, seinen Titel nächste Woche bei der Tour of Georgia zu verteidigen, werden seine Kritiker aufschlagen und erklären, dass er gerade auch sämtliche Aussichten auf einen Toursieg verloren hat.

 

Andererseits war Erzrivale Jan Ullrich letztes Jahr um diese Zeit übergewichtig, außer Kondition und einfach nur peinlich für sich selbst und sein Team. Und dieses Jahr? Schlank, durchtrainiert, heiß darauf, seinen Rennplan eher auszuweiten als einzuschränken, er sammelt Lob von allen Seiten. Der Circuit de la Sarthe mag vielleicht nicht das schwerste aller Rennen sein, aber er hat sich dort um einiges besser gezeigt, als alle erwartet hatten. Teamkollege und Tourzweiter des letzten Jahres Andreas Klöden benimmt sich dagegen eher wie eine lahme Ente als ein Toursiegkandidat.

 

Und was bringt uns das für die Zukunft? Vielleicht heißt das alles sehr viel, vielleicht aber auch gar nichts. Die Tour ist noch lange hin und viele Dinge können sich bis dahin noch ändern.


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