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Pech und Glück

von Susan Westemeyer, Übersetzung von Raubkatze



Eine weitere Sprintankunft, ein weiterer Sturz, ein weiterer Petacchi Sieg - es ist es nicht wirklich wert, weiter zu schauen. Das einzig spannende ist, wieviele Kurven und Ecken vor dem Ziel sind, und welcher Fahrer stürzen wird und wen er alles mitsichreisst? Was eigentlich eine sehr bedauerliche Sachlage ist....

 

"Ich habe nur Pech, niemals Glück," oder sowas.... Nach dem eher bemitleidenswerten Auftritt von Gerolsteiner bei der Tour de France im letzten Jahr, waren sie praktisch dazu bestimmt, dieses Jahr den Giro gut zu beenden. Und was passierte? Der Held der Frühjahrs-Klassiker Davide Rebellin kann seine ersehnten "paar Etappensiege und das Maglia Rosa" nicht bekommenund muss ausscheiden, er erklärt (nicht überraschend) " seine Akku sei leer." Gianni Faresin, 38 Jahre alt und sein letzter Giro als Profi, musste mit Fieber und einer bösen Erkältung aussteigen. Und Teamkapitän Sven Montgomery ist während des Zeitfahrens ausgerutscht und hat sich das Schulterblatt gebrochen. Wenn der sportliche Direktor Hans Holczer darüber nachdenkt und dann Uwe Peschels Pech beim abschliessenden Zeitfahren der Tour de France - nun, er wird sich nicht wirklich auf das Zeitfahren der Tour de France in diesem Jahr freuen!

 

Zwei alte Freunde feierten ihren Erfolg in der letzten Woche bei der internationalen Bayern Rundfahrt. Jens Voigt verwandelte drei zweite Plätze (in nur fünf Etappen) in einen Gesamtsieg und Erik Zabel hat zwei Etappen im - Überraschung - Sprint gewonnen. Die zwei sind alte Freunde, sind sie doch im alten Ost Berlin zusammen zur Schule gegangen. Ich kann mich noch daran erinnern, als Jens Voigt das gelbe Trikot bei der Tour de France vor zwei Jahren übergestreift bekam - mitten im Interview mit einem deutschen Fernsehteam kam Zabel und umarmte seinen alten Kumpel. Es war schwer auszumachen, wer von den beiden das breitere Grinsen hatte...

 

Und zum Schluss: "Die heutige Etappe ist für mich vielleicht die schönste in meinem Leben." Warum sollte ein sportlicher Direktor so etwas sagen? Nun, Sonntag bei der Bayern Rundfahrt war der erste Arbeitstag von T-Mobiles Brian Holm nach sechs Monaten Pause - sechs Monate mit Darmkrebs, Operationen, Chemotherapie. Und wieder einmal begrüsst die Radfahrerwelt einen Krebsüberlebenden in ihren Reihen.


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