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31/03 2004

Die Woche der Comebacks: einige erfolgreich, andere nicht, wieder andere ungewollt

Beitrag von Susan Ticknor Westemyer, Übersetzung von Raubkatze



Ich sage euch, das ist das Leben -- die Sonne scheint, es ist endlich warm genug, um die Fenster offen stehen zu lassen und es gibt Radrennen im fernsehen. Was will ich denn mehr?

 

Ja, der Frühling hat es auch endlich in den weiten Westen Deutschlands geschafft und so schweifen meine Gedanken zu -- CSC! Nunja, diesen Jahr ist das nur zu verständlich. CSC ist bisher sicherlich DAS Team der Saison. Geschahen diese Wunder bisher mit Jörg Jaksche, wurde die Aufmerksamkeit Bjarne Riis` auf einen anderen Deutschen gelenkt. Das Comeback des Wochenendes? Jens Voigt, bekannt für seinen

Fahrstil und seine Bescheidenheit, dominierte das Criterium International. Was für eine Sensation für ihn -- zwei Etappensiege und der Gewinn des GC an einem Tag! Und dazu kommt noch das Erlebnis, Lance Armstrong im Zeitfahren geschlagen zu haben. Die außergewöhnliche Teamarbeit ging auch weiter, CSC gewann die Teamwertung und mit Bobby Julich der Gesamtvierte. Vielleicht ist es ja an Bobby, das nächste

Comeback zu starten?

 

Das traurige an der CSC-Story ist aber, daß so viele Leute fragen, "wie bekommt der Riis das nur hin?" und dann der Meinung sind, das ginge nur mit Doping. Es waren schon so viele Leute, die dieses Gerücht streuten, daß Riis es letztendlich für nötig hielt, um in einer langen Mitteilung klar zustellen, daß sein Team clean ist und Doping verdammt.

 

Zwei weitere Comebacks diese Woche, eines erfreulich erfolgreich, das andere nicht. Gerolsteiners Rene Haselbacher hatte sich eine Rückenmarkentzündung eingehandelt, die ihn für Monate nicht aufs Rad kommen liess, und einen großen Teil der Zeit war er der Einzige, der noch daran glaubte, dass er wieder aufs Rad steigen würde. Er hat sich mit seiner beeindruckenden Persönlichkeit wieder ins Peloton in Catalana zurück gebracht.

 

Joseba Beloki nutzte Voigts Criterium International, um das erste Mal nach seinem schweren Sturz bei der TdF im letzen Juli zu starten -- und er stürzte wieder. Offenbar wurde er aber nicht verletzt, aber es reichte, um ihm einen Rückstand von über 16 Minuten einzuhandeln, so daß er letzter wurde. Und eigentlich wollte er doch am nächsten Tag wieder starten, entschied sich aber dann doch gegen das Weiterfahren. Hoffentlich hat er nicht nur den physischen Schaden erfolgreich verarbeitet, sondern auch den psychischen....

 

Ein Comeback, das nicht wirklich nötig war, war das der Doping Stories. Als ich las, was Manzano schreibt, was ihm angetan wurde und was er sich auch selbst antat, drehte sich mir der Magen. Er gab genug Details, um Jean Marie LeBlanc glauben zu lassen, das da wenigstens ein Fünkchen Wahrheit dran sei, so das Kelmes vorläufige Einladung zur Tour wieder zurückgezogen wurde. Und wenn ich daran denke,

daß solche Dopingpraktiken Gang und Gäbe sind, das stört mich ungeheuer. Aber was ich auch nicht mag, ist die Reaktion der UCI: Sie drohen damit, jeden zu verklagen, der "das Ansehen des Radsports und seiner Fahrer trübt."

 

Sicherlich wäre es wunderschön, wenn sich herausstellte, daß da nichts an Manzanos Geschichte dran ist, aber ich habe wirklich keinerlei Verständnis für die umfassende Ablehnung: "es ist absolut unmöglich, daß auch nur irgendeiner unserer Fahrer auch nur einen Gedanken daran verschwendet hat, illegale Substanzen zu benutzen -- und wenn du nur einen Ton dagegen sagst, werden wir klagen bis der Arzt kommt." Werdet doch mal realistisch, Kumpels....

 

 



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